Schlagwort: Rezensionen

Online-Bewertungen? Einfach ignorieren!

Online-Bewertungen? Einfach ignorieren!

Als Unternehmensberatung haben wir tagtäglich mit dem Phänomen Bewertungen oder Rezensionen und Reviews zu tun.

Abgesehen davon sind wir selbst ein Unternehmen. So glauben so einige Zeitgenossen, unser Wissen und Geschäftsgebaren bewerten und beurteilen zu können.

Wir selbst sind allerdings vollkommen schmerzfrei und immun gegen Onlinebewertungen.

Denn:

  • Unsere zahlreichen langjährigen Kunden bewerten uns grundsätzlich nicht und wir unterlassen dies ebenfalls. Wie wenig intelligent kann man sein und seine Geschäftsverbindungen öffentlich zur Schau zu stellen? Stichwort: Wettbewerbsvorteil.

  • Personen, die uns bewerten, haben meist keine Erfahrung mit unserem Unternehmen gesammelt. Oft haben sie sich bei uns beworben, waren nicht in der Lage irgend eine Leistung zu erbringen und wurden daher wieder „entsorgt“. Aus Rachegelüsten wird von einfacheren Gemütern daher schnell einmal eine negative Bewertung fabuliert.

  • Uns fehlen Zeit und Interesse, uns über jeden Schwachsinn aufzuregen, der über uns – über die doch recht umfangreiche Internetwelt – verbreitet wurde.

  • Wir freuen uns über nette Posts von kurzzeitigen Geschäftspartnern, die wir ebenso freundlich erwidern. Was der Mob über uns postet, tangiert und nicht einmal am Rande.
  • Alles Unternehmen, welches seine Fühler auch in Richtung Bewertungsmanagement ausgestreckt hat, wäre es uns ein Leichtes, jeder negativen Bewertung zwanzig positive Rezensionen entgegenzusetzen. Aber wozu??? Wir und die Menschen, die ernsthaft mit uns uns zusammenarbeiten, wissen wer wir sind und was wir können.

Aber auch allen Privatpersonen können wir nur raten, Bewertungen einfach zu ignorieren!

  • Bewertungen sind immer nur Meinungen von anderen (Privat-)Personen. Auf Grund dessen sind sie keine unabhängigen Testergebnisse, sondern eine Momentaufnahme des persönlichen Empfindens des Rezensenten. Somit für die eigenen bewussten oder unbewussten Erwartungen völlig wertlos.

  • Bewertungen können gefälscht sein. Ob positiv oder negativ. Auch wenn so mancher meint, er könne dies sofort sehen. Nein, selbst Fachleute täuschen sich bei dieser Thematik. Daher sind sie grundsätzlich wertlos.

  • Die meisten Rezensionen werden im Zustand der emotionalen Aufruhr abgegeben. Will heißen: Der Rezensent war außerordentlich begeistert oder außerordentlich enttäuscht. Interessant zu sehen, dass das Mittelfeld weniger belegt ist und durchschnittliche Einkaufserlebnisse überhaupt nicht beurteilt werden. Somit bilden sie nicht einmal entfernt etwas wie die „Wahrheit“ ab und sind daher relativ wertlos.

  • Wir kennen die Beweggründe nicht, weshalb der jeweilige Kunde oder Käufer ein Review hinterlässt. Rache? Die ehrliche Motivation, andere Besucher zu unterstützen? Erpressungsversuche? Habsucht? Die Freude, sich mitzuteilen? Selbstdarstellung? Wie können wir auf ein Urteil vertrauen, von dem wir nicht wissen, unter welchen Voraussetzungen es zustande kam?

  • Diverse Bewertungsportale (z. B. Jameda, Yelp, Trusted shops, Holidaycheck ) sammeln zwar Rezensionen für Unternehmen ein. Allerdings behalten sie sich selbst eine Zensur vor. Von Verbrauchern abgegebene Bewertungen werden durch ominöse und intransparente Filter geschickt und dort nach Gusto ausgesiebt. Was will uns dies sagen?

  • Ehrliche Bewertungen werden von Unternehmen entfernt. Oft unter Anrufen von Gerichten und unter Zuhilfenahme von Rechtsanwälten. Welchen Nutzen hat dann noch Bewertungsprofil, welches aus „genehmen“ Rezensionen besteht, während die Unliebsamen aussortiert wurden?
  • Firmen, die eine höhere Bewertungsquote als 5 % vorzeigen können, dürfen sich glücklich schätzen! Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass 95 % aller Kunden die Sache vielleicht ganz anders sehen. Somit können bis zu 5 % aller Käufer oder User kaum die tatsächliche Leistungsfähigkeit eines Anbieters abbilden.

Zu den aufgeführten gäbe es noch endlose Argumente, warum Kundenbewertungen für Verbraucher mehr oder weniger wertlos sind. Sicher können sie in vielen Fällen Tendenzen aufzeigen. Ob diese allerdings unseren eigenen Ansprüchen genügen, sei dahingestellt.

Amazon: Verifizierte oder nicht verifizierte Rezension?

Amazon: Verifizierte oder nicht verifizierte Rezension?

Verifizierter Kauf oder nicht?
Echt oder nicht?

Verifiziert? Nicht verifiziert? Wo liegt der Unterschied?

Grundsätzlich gilt: Wer einen Artikel bei oder über Amazon kauft, kann eine Rezension abgeben. Kann der Versandhändler eindeutig identifizieren, dass die Ware über ihn erworben wurde, erscheint über der Kundenbewertung ein kleiner Hinweis in orangefarbener Schrift: „Verifizierter Kauf“. Ist es Amazon nicht möglich, den Verkauf zurückzuverfolgen (was nicht bedeutet, der Artikel wurde nicht dort erworben!), wird die Bewertung dennoch veröffentlicht, soweit die Rezensionsrichtlinien eingehalten wurden.

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Bewertungen sind unnütz

Bewertungen sind unnütz

Während es früher „Ohne Moos nix los“ hieß, könnte man heute sagen: „Ohne Bewertungen nix los“.

Zumindest müssen Händler, Shopbetreiber, Hersteller und Dienstleister diese Erfahrung tagtäglich machen. Obwohl wir unseren Kunden helfen, mehr Bewertungen zu generieren sind sie in gewissen Maße nutzlos:

  • Sie verhindern keine Betrügereien von gewieften Abzockern. Auch bei etlichen Reviews kann man nicht sicher sein, dass der Händler überhaupt existiert, bzw. die bezahlte Ware auch ausliefert. Bewertungen können immer „hausgemacht“ sein und lassen sich oft nicht von echten Kundenurteilen unterscheiden.
  • Sie sind nicht repräsentativ, da es nirgends einen Zwang zur Bewertung geben kann. 10 Rezensionen bedeuten überhaupt nichts, da entweder 10 oder 1.000 weiterer Kunden überhaupt nicht daran denken, sich zum Produkt oder der Dienstleistung zu äußern.
  • Sie spiegeln nicht die Realität wider, denn Kundenbewertungen sind immer (nur) Meinungen. Das gleiche Produkt in exakt gleicher Qualität kann bei einer Person einen Freudentaumel hervorrufen, während eine andere nur müde abwinkt.
  • Ein wichtiger Grund, überhaupt zur virtuellen Feder zu greifen, sind Emotionen. Riesige Freude und große Enttäuschung veranlassen Menschen oft, sich überhaupt zu äußern. Eine hilfreiche und sachlich Einschätzung ist eher selten zu erwarten.
  • Die Anzahl der Kundenbewertungen hat nicht unbedingt etwas mit der Qualität der Produkte zu tun. Manche Shopbetreiber machen es für Kunden viel zu kompliziert, ihre persönliche  Einschätzung zu hinterlassen. Der Käufer würde vielleicht gerne, aber er bricht den Bewertungsprozess ab. Viele Urteile sind somit verschenkt.
  • Sie werden teilweise als Druckmittel benutzt, wenn der Interessent nicht bekommt, was er möchte. Auch können sie als Racheakt eingesetzt werden oder um Mitbewerbern zu schaden. Mit möglichst objektiven Urteilen haben sie dann nichts mehr zu tun. Der Leser kennt leider nicht alle Motivationen, die hinter der Veröffentlichung stehen können.
  • Rund um Bewertungen und Rezensionen hat sich eine riesige Industrie entwickelt, bei der es nicht nur um die Informationsvermittlung dreht. Es geht dabei um sehr viel Geld, was bekanntlich den Charakter einiger Beteiligten verderben kann.

Wir werden das Rad der Zeit nicht zurückdrehen können. Bewertungen haben sich u. a. aus der fortschreitenden Globalisierung des Handels entwickelt.

Während man in früheren Zeiten bei Tante Emma einkaufen und die Ware direkt „begreifen“ konnte, ist man im E-Commerce auf Fotos, Videos und Abbildungen angewiesen.

Während man sich damals beim Händler in der Nachbarschaft direkt beschweren konnte, befindet sich heute der Firmensitz in China oder anderswo.

Wir alle haben uns angewöhnt, mit den vorhanden oder eben nicht vorhandenen Bewertungen zu liebäugeln. Die Einkaufswelt ist so schnell durchforstet und kategorisiert. Gute Bewertungen – gutes Urlaubsziel. Schlechte Rezensionen – schlechtes Urlaubsziel. Die Welt ist schwarz oder weiß und im Eiltempo zu durchstöbern.

Onlinebewertungen haben viele Funktionen – als einzige Informationsquelle sind sie allerdings unnütz.

Rezensionen für Bücher und Ebooks kaufen?

Rezensionen für Bücher und Ebooks kaufen?

Früher war alles schlechter

Als das Buchgeschäft noch in der Hand von Verlagen war, war es – besonders für Neulinge und Erstlingswerke – äußerst schwierig, veröffentlichen zu können. Einer der Gründe war, dass sich erst einmal ein Verleger oder Verlag finden musste. Es existierten gefühlt unendliche Formvorschriften und neue Autoren mussten von Pontius zu Pilatus pilgern, um überhaupt Gehör zu finden oder jemanden, der sie unter die Fittiche nahm. Viele Verlage waren spezialisiert (z. B. Sachbücher, Romane) und so war es die Aufgabe der Verfasser erst einmal herausfinden, wer als Verleger überhaupt in Frage kam. An der richtigen Stelle angekommen, musste erst einmal jemand Zeit finden, das eigene Werk zu lesen und zu begutachten. Vom Einreichen des Manuskriptes bis zur endgültigen Zu- oder Absage konnten (und können) Monate vergehen. 

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Amazon-Bewertungen kaufen?

Amazon-Bewertungen kaufen?

Wie funktioniert Amazon?

Amazon ist ein riesiger Marktplatz für Kunden und Verkäufer, auf dem alle denkbaren und undenkbaren Artikel an Millionen Kaufwillige weltweit veräußert werden können.

Verkäufer können Privatpersonen oder Firmen sein, wobei das Segment der Privatverkäufer eher zu vernachlässigen ist. Ursprünglich war der Versandriese kein Händler an sich, sondern nur eine Plattform, auf der Interessenten und Unternehmen zusammentreffen konnten. Natürlich unter den Bedingungen von Amazon und mit erheblichen Verkaufsgebühren. Aber der Global Player wäre nicht der, der er ist, wenn er sich nicht eine zusätzliche Einnahmequelle erschlossen hätte: AmazonBasics.

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