Schlagwort-Archiv Rezensionen

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Bewertungen sind unnütz

Während es früher „Ohne Moos nix los“ hieß, könnte man heute sagen: „Ohne Bewertungen nix los“.

Zumindest müssen Händler, Shopbetreiber, Hersteller und Dienstleister diese Erfahrung tagtäglich machen. Obwohl wir unseren Kunden helfen, mehr Bewertungen zu generieren (z. B. hier https://www.content-werkstatt.com/blog/kostenlose-google-bewertungen/ ) sind sie in gewissen Maße nutzlos:

  • Sie verhindern keine Betrügereien von gewieften Abzockern. Auch bei etlichen Reviews kann man nicht sicher sein, dass der Händler überhaupt existiert, bzw. die bezahlte Ware auch ausliefert. Bewertungen können immer „hausgemacht“ sein und lassen sich oft nicht von echten Kundenurteilen unterscheiden.
  • Sie sind nicht repräsentativ, da es nirgends einen Zwang zur Bewertung geben kann. 10 Rezensionen bedeuten überhaupt nichts, da entweder 10 oder 1.000 weiterer Kunden überhaupt nicht daran denken, sich zum Produkt oder der Dienstleistung zu äußern.
  • Sie spiegeln nicht die Realität wider, denn Kundenbewertungen sind immer (nur) Meinungen. Das gleiche Produkt in exakt gleicher Qualität kann bei einer Person einen Freudentaumel hervorrufen, während eine andere nur müde abwinkt.
  • Ein wichtiger Grund, überhaupt zur virtuellen Feder zu greifen, sind Emotionen. Riesige Freude und große Enttäuschung veranlassen Menschen oft, sich überhaupt zu äußern. Eine hilfreiche und sachlich Einschätzung ist eher selten zu erwarten.
  • Die Anzahl der Kundenbewertungen hat nicht unbedingt etwas mit der Qualität der Produkte zu tun. Manche Shopbetreiber machen es für Kunden viel zu kompliziert, ihre persönliche  Einschätzung zu hinterlassen. Der Käufer würde vielleicht gerne, aber er bricht den Bewertungsprozess ab. Viele Urteile sind somit verschenkt.
  • Sie werden teilweise als Druckmittel benutzt, wenn der Interessent nicht bekommt, was er möchte. Auch können sie als Racheakt eingesetzt werden oder um Mitbewerbern zu schaden. Mit möglichst objektiven Urteilen haben sie dann nichts mehr zu tun. Der Leser kennt leider nicht alle Motivationen, die hinter der Veröffentlichung stehen können.
  • Rund um Bewertungen und Rezensionen hat sich eine riesige Industrie entwickelt, bei der es nicht nur um die Informationsvermittlung dreht. Es geht dabei um sehr viel Geld, was bekanntlich den Charakter einiger Beteiligten verderben kann.

Wir werden das Rad der Zeit nicht zurückdrehen können. Bewertungen haben sich u. a. aus der fortschreitenden Globalisierung des Handels entwickelt.

Während man in früheren Zeiten bei Tante Emma einkaufen und die Ware direkt „begreifen“ konnte, ist man im E-Commerce auf Fotos, Videos und Abbildungen angewiesen.

Während man sich damals beim Händler in der Nachbarschaft direkt beschweren konnte, befindet sich heute der Firmensitz in China oder anderswo.

Wir alle haben uns angewöhnt, mit den vorhanden oder eben nicht vorhandenen Bewertungen zu liebäugeln. Die Einkaufswelt ist so schnell durchforstet und kategorisiert. Gute Bewertungen – gutes Urlaubsziel. Schlechte Rezensionen – schlechtes Urlaubsziel. Die Welt ist schwarz oder weiß und im Eiltempo zu durchstöbern.

Onlinebewertungen haben viele Funktionen – als einzige Informationsquelle sind sie allerdings unnütz.

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Rezensionen für Bücher und Ebooks kaufen?

Früher war alles schlechter

Als das Buchgeschäft noch in der Hand von Verlagen war, war es – besonders für Neulinge und Erstlingswerke – äußerst schwierig, veröffentlichen zu können. Einer der Gründe war, dass sich erst einmal ein Verleger oder Verlag finden musste. Es existierten gefühlt unendliche Formvorschriften und neue Autoren mussten von Pontius zu Pilatus pilgern, um überhaupt Gehör zu finden oder jemanden, der sie unter die Fittiche nahm. Viele Verlage waren spezialisiert (z. B. Sachbücher, Romane) und so war es die Aufgabe der Verfasser erst einmal herausfinden, wer als Verleger überhaupt in Frage kam. An der richtigen Stelle angekommen, musste erst einmal jemand Zeit finden, das eigene Werk zu lesen und zu begutachten. Vom Einreichen des Manuskriptes bis zur endgültigen Zu- oder Absage konnten (und können) Monate vergehen.  weiterlesen

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Amazon-Bewertungen kaufen?

Wie funktioniert Amazon?

Amazon ist ein riesiger Marktplatz für Kunden und Verkäufer, auf dem alle denkbaren und undenkbaren Artikel an Millionen Kaufwillige weltweit veräußert werden können.

Verkäufer können Privatpersonen oder Firmen sein, wobei das Segment der Privatverkäufer eher zu vernachlässigen ist. Ursprünglich war der Versandriese kein Händler an sich, sondern nur eine Plattform, auf der Interessenten und Unternehmen zusammentreffen konnten. Natürlich unter den Bedingungen von Amazon und mit erheblichen Verkaufsgebühren. Aber der Global Player wäre nicht der, der er ist, wenn er sich nicht eine zusätzliche Einnahmequelle erschlossen hätte: AmazonBasics. weiterlesen

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Warum werden Bewertungen gelöscht?

Ein Ärgernis nicht nur für den Kunden, sondern auch für viele Shopbetreiber und Dienstleister, die auf Kundenbewertungen angewiesen sind: gelöschte Bewertungen und Rezensionen …

Längst nicht jeder Käufer macht sich die Mühe oder nimmt sich die Zeit, einen Kauf zu bewerten. Und wer sich dennoch über ein Produkt ärgert oder freut, wird mit der Löschung seiner Bewertungen nicht wirklich zu weiteren Äußerungen animiert.  weiterlesen

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Auf Online-Bewertungen verzichten?

Zugegeben: Für Online-Händler, die sich in die Höhle der Löwen begeben haben (z. B. Ebay oder Amazon), ist diese Idee nicht machbar.

Zu allen anderen Schikanen, die die dort tätigen Firmen zähneknirschend über sich ergehen lassen müssen, kommt der Zwang, sich um positive Bewertungen bemühen zu müssen hinzu. Keine Bewertungen, kein Ranking, kein Ranking, keine Verkäufe, keine Verkäufe, keine Bewertungen und im worst case auch noch der Rauswurf …

Wem es allerdings nur um persönliche Eitelkeiten geht, der sollte sich gut überlegen, ob er sich auf den „Bewertungszirkus“ überhaupt einlässt. Denn dann muss eben u. U. auch mit einer oder mehreren negativen Urteilen gerechnet werden.

Und dies kann wirklich Stress bedeuten:

  • Sie müssen sich die Mühe machen, zumindest eine Antwort zu geben bzw. alle Bewertungsabgaben fortan zu überwachen
  • Mit einer unbedachten Antwort können Sie sich eher schaden, als einen Nutzen daraus ziehen
  • Sie geraten unter Druck, sich um viele positive Rezensionen zu kümmern
  • Sie können das Opfer enttäuschter Partner, neidischer Mitbewerber oder gekündigter Mitarbeiter werden
  • Sie müssen eventuell in zahlungspflichtige Bewertungsportale investieren
  • Weitere Kosten können auf Sie zukommen, wenn Sie anwaltschaftliche Hilfe zur Löschung von rufschädigenden Äußerungen in Anspruch nehmen müssen
  • Auch wenn in Ihrer Branche selten Bewertungen abgegeben werden, steht der stillschweigende Vorwurf beim Blick auf Ihr Profil im Raum: „Warum hat dieses Unternehmen so wenig Kundenempfehlungen?“
  • Sofern Sie zu den B2B-Unternehmen gehören, werden Sie kaum Rezensionen erhalten. Verschwenden Sie also weder Zeit, Geld noch Gedanken an das Thema Bewertungen und Rezensionen und überdenken Sie andere vertrauensbildende Maßnahmen.
  • Bei einigen Portalen geben Sie die Kontrolle fast vollständig aus der Hand. So schmeichelhaft es erscheinen mag z. B. bei Jameda oder Yelp gelistet zu sein: Die Listung oder Löschung von Bewertungen liegt nicht mehr in Ihrer Hand
  • Vorsicht bei Verifizierungsmails: Mittlerweile gibt es einige Unternehmen, die selbständig Daten über Ihr Firmen sammeln. So bald Sie deren freundliche Mails verifizieren, sind Sie zwar auf deren Seiten gelistet, können aber u. U. auch dort bewertet werden.

Machen Sie sich einfach die Vorstellung zu eigen: „Wer kann meine Leistungen schon wirklich bewerten?“ und sind Sie denn nicht die absolute Koryphäe auf Ihrem Gebiet? Tragen Sie diese Einstellung mit Überzeugung nach außen und Sie werden genügend Kunden finden, die Ihnen dies bestätigen. Dazu braucht es kein Bewertungsportal, sondern ein Blick auf Ihren Kontostand wird Ihnen dies eindrucksvoll bestätigen.

Löschen Sie notfalls Ihre Profile auf unwichtigen Portalen. Denn leider ist es so: Haben 1000 zufriedene Kunden keinen Anlass gesehen, Ihre guten Leistungen zu würdigen, kann ein Nörgler, der Ihnen einen Denkzettel verpassen möchte und die erste Bewertung abgibt, Ihr Profil vollkommen ins falsche Licht rücken.