Schlagwort-Archiv produkttester

VonContent-Werkstatt

Produkttester/Testkäufer/Mystery-Shopper werden

Produkttester, Testkäufer, Mysteryshopper und Teilnehmer für (bezahlte) Umfragen werden heutzutage immer häufiger gesucht. Sie sind, ähnlich den Influenzern, ein wichtiges Instrument der Wirtschaft und in der digitalen Welt fast schon unverzichtbar.

Im Gegenzug zeigen immer mehr Menschen Interesse, Ihre persönliche Meinung kund zu tun, an der Gestaltung des Warenangebotes mitzuwirken und vielleicht auch ein wenig Geld dazu zu verdienen.

Eine gute Entwicklung, denn die Anonymität des Online-Shopping wird aufgebrochen und mehr Transparenz für andere Kunden erreicht.

Wer kann dieser Tätigkeit nachgehen?

Grundsätzlich jeder, der voll geschäftsfähig ist. Laut BGB sind dies alle Personen ab dem 18. Lebensjahr, denen die Geschäftsfähigkeit nicht aberkannt wurde. Für Jugendlichen gelten Ausnahmen, z. B. die vorherige Zustimmung der Eltern.  Für die unterschiedlichen Aufgaben und Produkte sind natürlich Männer und Frauen gefragt. Meist können sich alle Altersklassen bewerben und auch bzgl. des beruflichen Status ist nahezu alles denkbar: Angestellte, Selbständige, Hausfrauen, Rentner, Eltern in Erziehungszeit etc.

Welcher Zeitaufwand ist erforderlich?

Je nach Portal, Agentur, Firma und Aufgabenbereich kann der Zeiteinsatz stark schwanken. Von wenigen Minuten wöchentlich bis zu mehreren Stunden in der Woche ist alles möglich. Das Gute daran: Als Produkttester, Testkäufer oder Mystery-Shopper können Sie sich Ihre Zeit meist frei einteilen. Umfragen am PC lassen sich oft schnell in der Mittagspause erledigen oder zu jedem Zeitpunkt, der Ihnen gelegen kommt.

Welche Vorbildung ist nötig?

In den meisten Fällen keine. Den meisten Auftraggebern genügt gesunder Menschenverstand, Engagement, zuverlässige Ausführung der Aufgaben und ein wenig Internetaffinität. Kauferfahrungen in Online-Shop und/oder Portalen wie Amazon, Ebay & Co. sind von Vorteil. Eine Spezialisierung in einem bestimmten Bereich kann für Sie persönlich hilfreich sein. Wer schon immer gerne und regelmäßig Fotos schießt, ist natürlich eher prädestiniert eine Spiegelreflexkamera zu beurteilen, als ein „Handy-Knipser“.

Kann man mit diesen Jobs Geld verdienen?

Diese Frage stellen sich natürlich viele Menschen, die sich mit dieser Thematik befassen. Und dies zu Recht. Schließlich ist das gewissenhafte Testen eines Produktes oder die Beurteilung eines Buches mit persönlichem Aufwand verbunden. Allerdings muss man ganz offen sagen, dass Voll- oder Teilzeitjobs in dieser Sparte kaum angeboten werden. Prüft man die teilweise verlockenden Angebote sehr genau, wird mit der Aussicht auf Verdienstmöglichkeiten oft Schindluder getrieben. Sollte wirklich eine Bezahlung ausgelobt werden, entspricht diese eher einer Aufwandsentschädigung. Besonders im Bereich Mystery-Shopping ist oft ein gewisser Fahrt- und Zeitaufwand erforderlich, der dadurch gerade einmal abgegolten ist.

Ob man die Teilnahme an Online-Umfragen als Geld verdienen bezeichnen möchte, bleibt dahingestellt. Die Zahlungsversprechen bewegen sich meist im Cent-Bereich. Eine Auszahlung ist als nächste Hürde dann oft erst ab 20€ oder 50€ möglich. Gerade bei Pay-for-Klick (Bezahlung für einen Mausklick) ist die Aufgabe oft mühselig. Die Anforderung erscheint gering, die Ausführung ist äußerst langwierig. Eine Werbebotschaft muss bis zu einigen Minuten lang konsumiert werden, bevor der Klick getätigt werden darf. Am Anfang recht interessant – wenn der Anbieter jedoch kurz vor Erreichen der Auszahlungsgrenze den Service einstellt, kommt man sich jedoch schnell verschaukelt vor.

Auch viele Umfrageportale machen es nicht besser. Ellenlange Fragebögen müssen mit den persönlichsten Informationen gefüttert werden. Hat der Befragte dies endlich hinter sich gebracht und all seine Daten abgeliefert, kann es passiert, dass er eine Nachricht erhält: „Danke für Ihre Teilnahme. Leider wurden Sie dieses Mal nicht ausgewählt.“

Produkttester und Testkäufer erhalten in den seltensten Fällen eine Entlohnung. Dies liegt grundsätzlich nicht am Geiz der Initiatoren, sondern an rechtlichen Bestimmungen. Bei vielen Agenturen können Sie die Testprodukte aus verwaltungstechnischen Gründen behalten und bekommen so eine Entschädigung für Ihren Einsatz.

Müssen diese Entschädigungen, Boni und Auslagenerstattungen in der Steuererklärung angegeben werden?

Dies ist immer vom Einzelfall abhängig. Kriterien können die Häufigkeit des Einsatzes sein, Ihre persönlichen Einkommensverhältnisse, die Höhe der erhaltenen Vorteile, Ihr beruflicher Status und, und, und … Im Zweifelsfall kann Ihnen nur Ihr Steuerberater oder Ihr Finanzamt dazu eine verbindliche Auskunft erteilen.

Welche Aufgabe haben Mystery-Shopper?

Die klassische Tätigkeit von Mystery-Shoppern ist der verdeckte Einkauf von Produkten im Einzelhandel. Üblicherweise berichtet sie/er anhand eines Fragebogen nachträglich über das Einkaufserlebnis.

  • War das Personal freundlich?
  • Konnte der Artikel gleich gefunden werden und war er gut sichtbar in den Regalen positioniert?
  • Wirkte das Geschäft in seiner Gesamtheit aufgeräumt und ansprechend?
  • Wurde man kompetent beraten?

Dies und vieles mehr kann im Anschluss Verbesserungen für andere Verbraucher anstoßen und Schwachstellen aufdecken, die von einem Pseudo-Kunden schneller erkannt und kommuniziert werden.

Welche Aufgabe haben Produkttester und/oder Testkäufer?

Obwohl die Grenzen fließend sind, sind Testkäufer und Produkttester überwiegend im Internet zu Gange. Auch Online-Shops sind gewissermaßen Ladengeschäfte, in die sich Mängel einschleichen können. Betreiber kennen Ihren Shop in- uns auswendig. Dies führt gerne einmal zur sogenannten Betriebsblindheit, die den Kunden vergraulen könnte. Tester haben somit die Aufgabe u. a. festzustellen, ob

  • in einem Onlineshop ohne große Hürden bestellt werden kann
  • genügend Kommunikation (z. B. per Status-Mails) stattfindet, um ständig über den Bestellprozess auf dem Laufenden zu sein
  • die Lieferung pünktlich erfolgt ist oder der Versanddienstleister fehlerhaft gearbeitet hat
  • Beschädigungen an der Verpackung vorlagen
  • das Produkt den Erwartungen entsprach
  • eine vorhandene Bedienungsanleitung verständlich war

Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich von Testkäufern und Produkttestern ist der nachvollziehbare Wunsch der Marketing-Agentur, des Herstellers, Händlers oder Shopbetreibers, die gemachten Erfahrungen auch zu teilen. Dies kann über die sozialen Medien, in den Shop-Bewertungen, auf unterschiedlichen Portalen, auf Blogs, aber auch im Familien- oder Bekanntenkreis gewünscht sein. Die Empfehlungen von Personen „wie Du und Ich“ wirken nachhaltiger und vertrauenserweckender als die große Versprechungen in den unterschiedlichsten Medien.

Wer bietet Produkttests an?

Es gibt dazu die unterschiedlichsten Quellen:

  • Suchmaschinen
  • Blogs
  • Soziale Medien (z. B. Facebook)
  • Marketingagenturen 
  • Kleinanzeigenportale
  • direkte Firmenansprache

Die Aufnahmevoraussetzungen sind sehr unterschiedlich, manche Tests von großen, namhaften Herstellern (z. B. Kosmetikprodukte) dienen oft nur dazu, neue Kundendaten und Anmeldungen für Werbebotschaften zu akquirieren.

Welche Produkte kann ich testen?

Auch hier ist keine allgemein gültige Aussage möglich. Die Spanne erstreckt sich von der Portionspackung Hautcreme bis zum neuesten Smartphone der Oberliga. Wobei allerdings zu bedenken ist:

  • hochpreisige Artikel dürfen meist nur zu Testzwecken ausprobiert werden und müssen anschließend wieder retourniert werden
  • für hochwertige Waren ist oft ein Eigenanteil zu entrichten, die Ware wird quasi rabattiert angeboten
  • zuverlässige und korrekte Personen erhalten natürlich eher die Chance auf besondere Artikel

Gibt es schwarze Schafe unter den Anbietern?

Selbstverständlich – in jedem Business gibt es schwarze Schafe. Genau so wie auf der Testerseite. Mit etwas gesundem Menschenverstand sollte man diese Klippen aber umschiffen können.

 

Sie haben noch Fragen zum Thema? Gerne, hier können Sie eine Anfrage an uns stellen. Sie möchten sich bei uns als Produkttester oder Testkäufer bewerben? Dann geht es hier entlang. 

 

 

 

 

 

VonContent-Werkstatt

Produkttester? Nein, danke …

Über die Relevanz von Kundenbewertungen für Kaufentscheidungen, die Arztwahl oder die nächste Hotelbuchung müssen wir uns nicht mehr unterhalten. Gerne gibt der Käufer, Ratsuchende oder Interessent sein Gehirn und die Verantwortung ab und schließt sich der Masse an. Wie wir beobachten können, mit steigender Tendenz. Leider scheint der Zenit der intellektuellen Evolution bereits überschritten und dass uns jetzt auch Professor Hawking verlassen hat, macht die Sache auch nicht gerade besser …

Sei’s drum: Jeder bekommt, was er verdient und wenn es sich nur um Bewertungen und Rezensionen handelt.

Die Bekannten, Mitarbeiter, Kollegen, Verwandten und Nachbarn sind bereits alle abgegrast und die Kunden wollen auch nicht so, wie wir es gerne hätten – sie geben einfach nicht genügend Bewertungen und Reviews ab. Warum sollten sie auch?

Falls Sie nun zu den aufstrebenden Unternehmern gehören, haben Sie möglicherweise entschieden, das Bewertungsmanagement in die eigenen Hände zu nehmen oder Sie betrauen einen verschwiegenen Mitarbeiter mit dieser Aufgabe (Achtung, verscherzen Sie es sich lieber nicht mit dieser momentanen Vertrauensperson!).

Produkte haben Sie hoffentlich zur Genüge vorrätig – woher nehmen Sie jetzt aber die Testpersonen?

Falls Sie ein hoffnungsloser Optimist sind, suchen Sie jetzt erst einmal bei Facebook & Co. Am besten gleich mit Ihrem Firmennamen und Ihrer Firmen-Email-Adresse. Sie tun damit Ihren Mitbewerbern einen großen Gefallen. Diese müssen sich nicht viel Mühe machen, um zu identifizieren, wer hier in einer rechtlichen Grauzone postet. Aber wir müssen ja nicht den Teufel an die Wand malen. Vielleicht hat ihre Konkurrenz ja noch nie etwas von Facebook gehört …

Wer sich allerdings sofort auf Sie stürzen wird, sind semi-professionelle und professionelle Produkttester. Viel Spaß dabei …

Als Agentur, die sich seit Jahren mit Produkttests, Testkäufen, Mystery-Shopping und anderen Maßnahmen befasst, die werbewirksam für Unternehmen sind, können wir ein Lied von den sogenannten „Produkttestern“ singen.

Ja, auch wir suchen nach Produkttestern. Aber nicht, weil wir den halb-beruflichen Testkäufer haben möchten, sondern weil dies eine gängige Bezeichnung ist. Wenn wir nach: „internetaffinen Konsumenten mit Lebenserfahrung und Interesse, immer wieder neue Produkte kennen zu lernen“ suchen würden, würde uns wohl niemand finden.

Produkttester, die sich bei uns melden, outen sich meist nicht als solche. Oder sie geben uns gleich von Anfang an zu verstehen, dass sie „schon wissen, wie der Laden läuft“. Wer sich bei uns meldet, erhält stufenweise 2 Seiten mit Erklärungen, um deren Einhaltung wir nicht ohne Grund bitten. (Nein, tut uns leid, wir geben keinerlei Anweisungen zur „Sternenzahl“ oder dem Inhalt der Rezensionen.) Wir benötigen keine Selbstdarsteller, verwöhnte „Top-Irgendwas-Rezensenten“ oder Personen, die ohne Rücksicht auf Verluste und jeden Anstand kostenlose Waren abgreifen. Otto-Normal-Produkttester bestätigt uns explizit, unsere Vorgehensweise verstanden zu haben, um dann doch zu machen, was er für richtig hält.

Total egal, kost‘ ja nix! Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!

Den Urteilen dieser Testkäufer sieht man leider an, dass sie weder teamfähig sind, noch ein Interesse am Testen und Ausprobieren der Waren oder Dienstleistungen haben. Hier geht es nur um Raffen und Abzocken. Gerne werden:

  • alle Bitten ignoriert, sich doch auf den Test der Ware zu konzentrieren
  • Artikel zurückgeschickt, um den letzten Euro aus der Testaufgabe herauszupressen
  • Testergebnisse dazu genutzt, um sich gegenüber anderen Firmen als Produkttester zu positionieren
  • Waren als nicht wertvoll genug abgewertet
  • Bezahlungen eingefordert
  • andere Testpersonen diffamiert
  • Auftraggeber in Facebook-Gruppen namentlich genannt
  • Accountlöschungen nicht kommuniziert, zumindest einmal gibt es noch etwas zu holen
  • „Bewertungssterne“ aus strategischen Gründen vergeben
  • usw., usw., usw.

Wir distanzieren uns somit von Produkttestern, die schon wissen „wie der Hase läuft“ und möchten nur mit Menschen zu tun haben, die – wie wir – eine Kinderstube genossen haben.

 

 

 

VonContent-Werkstatt

Amazon-Vine? Quatsch mit Sauce!

Viel Aufhebens wurde in den letzten Wochen und Monaten um die Regeländerungen von Amazon gemacht. Zuerst wurde im Mutterhaus jenseits des großen Teiches beschlossen, dass Rezensionen und Bewertungen von professionellen Produkttestern gelöscht werden. Dann hat sich diese Änderung auch bei uns bemerkbar gemacht. „Bezahlte“ Rezensionen und Bewertungen wurden und werden gelöscht …

Angeblich, weil die Kunden das Vertrauen in die zahlreichen positiven Bewertungen verloren haben. Und immer noch herrscht Verwirrung, auch unter den Händlern und Herstellern, was eigentlich noch erlaubt oder verboten ist.

Genauso, wie um den Begriff „Fake-Bewertung“. Für uns ist eine Fake-Bewertung eine Rezension, deren Verfasser das Produkt niemals zu Gesicht bekommen hat. Oder eine Bewertung, die absichtlich negativ formuliert wurde, um einem Mitbewerber zu schaden. Oder der Versuch, offensichtlichen Schrott durch viele gute Rezensionen zu hypen. Liebe Bewertungswächter, keine Sorge: Das funktioniert sowieso nicht. Denn die vielen „echten“ Kunden, die ihrem Unmut Luft verschaffen würden, werden das geschönte Bild im Handumdrehen wieder gerade rücken.

Ganz eindeutig übrig geblieben ist der firmeneigene „Vine-Club„. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt! Aber sicher darf man sich ein paar Fragen dazu stellen.

Der Betreiber eine Online-Handelsplattform schließt einen Pakt mit einigen Herstellern und Händlern, den er sich auch noch teuer bezahlen lässt?

Die Firmen müssen kostenlose und vollwertige Produkte zusätzlich zur Verfügung stellen, die dann von Amazon verteilt werden?

Die Auswahl der Testpersonen wird vom Großhändler geheim und unter unbekannten Bedingungen getroffen?

Amazon itself weiß, wen sie zu den Produkttests einladen sollten und wer zuverlässig ist?

Amazon kann bei Privatpersonen völlig ausschließen, dass dort keine geschönten Bewertungen abgegeben werden, um weiter im Kreis der Auserlesenen bleiben zu können?

Großkunden geben öffentlich zu, dass Sie vom Vine-Club selbst gesponsert werden oder gesponsert werden müssen? Dies soll Vertrauen beim Kunden wecken?

Nichts liegt uns ferner, als die Vertrauenswürdigkeit der Vine-Tester anzuzweifeln. Aber keine unabhängige Stelle befasst sich mit der Auswahl der Testkäufer, sondern der Betreiber der Plattform selbst sucht sich seine Rezensenten unter nicht bekannten Bedingungen aus. Sollte das nicht zu denken geben?

Und warum sollte Amazon hier unvoreingenommener sein, als jeder andere auch? Agenturen könnten Geld mit Bewertungen verdienen. Der Branchenriese kümmert sich nur aus Nächstenliebe um Bewertungen für seine Händler?

Meine Meinung? Hier wird mit zweierlei Maß gemessen und niemandem sollte unterstellt werden, dass er unseriöser, unehrlicher und unzuverlässiger ist, als der Multi. Alle Argumente, die gegen ein Bewertungsmanagement sprechen, sprechen auch gegen den Amazon-Vine-Club.

Und nicht zuletzt: Sind nicht auch alle Rankings und die Bevorzugung von einigen wenigen, egal ob bei Amazon, Ebay und anderen Verkaufsplattformen ein ebenso manipulatives Unterfangen?

VonContent-Werkstatt

Amazon: Das Aus für die Produkttester-Mafia?

Amazon zieht die Reißleine – das Aus für berufsmäßige Produkttester?

Der Versandgroßhändler Amazon hat offensichtlich eine Neuerung eingeführt: https://techcrunch.com/2016/10/03/amazon-bans-incentivized-reviews-tied-to-free-or-discounted-products/, die bisher nur für Amazon.com Gültigkeit hat. Die vielen „gekauften“ Rezensionen sind dem Unternehmen ein Dorn im Auge. weiterlesen