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Was ist los mit Euch, ihr Shopbetreiber?

Was ist los mit Euch, ihr Shopbetreiber?

Online kann man richtig Geld verdienen – oder es völlig vergeigen …

Es scheint bei vielen ein Reflex zu sein, Gott und der Welt die Schuld zu geben, wenn man den Karren in den Dreck fährt. Die Nische war schon besetzt, der Kunde versteht unsere Vorteile nicht, wir waren nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort, die Mitbewerber haben einfach Glück gehabt, die Konkurrenz verfügt über einen größeren finanziellen Background, unsere Dienstleistung war zu teuer/zu günstig/zu anspruchsvoll und, und, und …

Sorry Leute, die Wahrheit ist:

Wir müssen Verantwortung übernehmen, denn meist liegt das Scheitern an uns selbst.

Woher ich das weiß? Nun, zu meinen besten Eigenschaften zählt, dass ich so ehrlich wie möglich mit mir selbst und anderen bin und Projekte auch hin und wieder in den Sand gesetzt habe. Aber ich bin mir nicht zu gut, ab und zu auf meinen Berater zu hören, was natürlich zuerst einmal am Ego kratzt. Leider habe ich oft erst in der Retrospektive erkannt, wo ich „Bockmist“ gebaut habe.

Eine weitere Wahrheit ist:

Es gibt immer jemanden, der die Dinge besser macht, als man selbst.

Wow, ein Schlag in die Weichteile, aber es nützt ja nichts. Um voran zu kommen, sollte man sich nicht zu schön sein und andere Menschen ernst nehmen. Runter vom hohen Ross und einfach einmal zuhören. Auch dem Kunden, denn er hat vielleicht etwas Wichtiges zu sagen!

Und noch eine Wahrheit:

Glück hat in dem ganzen Spiel nur einen geringen Stellenwert – es kommt vor allem auf unsere charakterlichen  Qualitäten an

Ja, tatsächlich! Wir können das coolste, interessanteste, faszinierendste Produkt verkaufen. Wenn wir nicht in der Lage sind, unseren Käufern oder Kunden den Respekt entgegenzubringen, den sie verdient haben, können wir auch gleich einpacken. Hallo, diese Leute zahlen unsere Miete, unsere Krankenversicherung und finanzieren unseren Lebensunterhalt!

Daher meine Frage: Was ist los mit Euch, ihr Shopbetreiber?

Ich kann ich mich noch sehr gut an meine Anfangszeiten erinnern. Woher bekomme ich genügend Kunden? Die Frage stelle ich mir heute nicht mehr. Ganz im Gegenteil: Manches Mal stehe ich vor dem „Luxusproblem“: Wohin nur mit all den Aufträgen? Aber dazu später …

Weil ich ein netter Mensch bin, begehe ich immer wieder den Fehler, auch an die Shopbetreiber oder Ebay-Händler zu denken. Ich nehme mein hart verdientes Geld und mache mir die Mühe, es in Online-Shops oder bei Ebay-Verkäufern zu investieren.

Ich sage deshalb „Mühe“, weil man sich bei komplexeren Bestellungen durch etliche Shops wühlen muss, um seine Siebensachen zu komplettieren. Natürlich überall mit den entsprechenden Versandkosten, den unzähligen Zahlungsmethoden, den oft schlecht gestalteten Anmeldeverfahren und der Ungewissheit, ob dieser Shop überhaupt leistungsfähig ist. Aber wie schon erwähnt: Ich bin ein netter Mensch!

Neulich bei Ebay …

Eines von drei Produkten war fehlerhaft. Der „schlaue“ Verkäufer hat die Rückgabe selbstredend von vorne herein ausgeschlossen. Da mir die anderen beiden Artikel allerdings erstaunlich gut gefielen, habe ich es gewagt, den Verkäufer anzuschreiben. Meine Intention war, weitere Artikel dort zu bestellen und ein Auge zuzudrücken.

Das Ergebnis: Ich durfte mir eine dumme Antwort mit dem Hinweis auf irgend einen Paragrafen der selbstgestrickten AGB anhören (Hallooo, wer liest den bei jedem Kauf sämtliche AGB in allen Online-Shops dieses Landes?) und bekam natürlich keinen Ersatz. Ich wurde sogar für diesen Shop gesperrt! Wie traurig – ich hätte dort so gerne noch mehr Geld aus dem Fenster geworfen.

Okay, der Betrag war zu verschmerzen, aber ich sah mir nun seine Bewertungen etwas näher an. Berufskrankheit! In den von ihm abgegebenen Bewertungen für seine Kunden waren ganz klare Beleidigungen von der Art: „Zu dämlich, um zu bestellen“ und weitere Schmähungen zu lesen. Abgesehen davon, dass man um sein Geld gebracht wird, duldet Ebay diese Entgleisungen ganz offensichtlich.

Ich darf behaupten, dass ich mehr über Amazon weiß, als manch anderer. Daher stehe diesem Unternehmen durchaus kritisch gegenüber. Aber es tut mir leid: Bei Amazon wäre das nicht passiert!!!

Verehrte Shopbetreiber, bitte nehmt endlich einmal zu Kenntnis: Amazon setzt heute den Standard.

Ob es Euch oder mir gefällt – dies ist einfach Fakt! Als zahlenden Kunden interessiert es mich einfach nicht, ob Euer Dropping-Partner rechtzeitig liefert. Ich habe keine Lust, wegen Hinz und Kunz ein PayPal-Konto anzulegen oder mit der Kreditkarte zu zahlen. Wenn Eure Software meine private Emailadresse nicht akzeptiert: Pech gehabt – ich bin dann mal weg. Eure Seite ist aus technischen Gründen down? Tja, schlecht überlegt, geplant, ausgeführt. Es ist mir egal, welchen Dauertrouble ihr mit Eurem Versanddienstleister habt. Falls die Ware deutlich zu spät/defekt/fehlerhaft/ungenießbar/nicht zu gebrauchen ist, dann ist das nicht mein Problem. Es ist mein Geld, welches ich lieber in den Händler investiere, von dem ich weiß, dass ich bekomme, was ich geordert habe. Findet ihr das so ungewöhnlich oder seht ihr das selbst bei Euren eigenen Online-Käufen nicht genauso? 

Fazit:

Heute mache ich keine Werbung mehr – unsere Seite ist nicht einmal mehr gut bei Google gelistet. Aber es ist mir ziemlich egal! Wir verfügen über genügend Stammkundschaft. Unsere Klientel wandert auch einmal ab. Das ist okay für mich! Es gibt dabei keine Missgunst, keine Verärgerung. Vielleicht sind wir nicht die richtigen Geschäftspartner füreinander, vielleicht hat der Kunde zur Zeit einfach keinen Bedarf  – who knows? Umso mehr freue ich mich über die Unternehmen, die unsere Bemühungen und unsere verbindliche Art der Zusammenarbeit schätzen und eines Tages wieder oder immer wieder auf uns zukommen. Als Unternehmerin kann ich sagen: Auch wir haben keine Lust, mit manchen Firmen zusammen zu arbeiten. Diese Anfragen lehnen wir schon im Vorfeld ab. Der Topf muss auf den Deckel passen!

Und wenn uns trotz allen Bemühungen, die wir Tag für Tag in hoher Qualität erbringen, doch einmal einen Fehler unterläuft: Der Kunde ist König (und ein Mensch, der Fairness verdient hat) – wir können uns auch entschuldigen und großzügige Nachbesserung anbieten. Nur so kann Erfolg entstehen! Die Dinosaurier sind längst ausgestorben. Ebenso wird es Online-Händler gehen, die ihre Leistungen nicht nach oben anpassen (wollen).

Zum Teufel mit den Shopbetreibern!

Zum Teufel mit den Shopbetreibern!

Eigentlich bin ich ein sehr bewusster Mensch und mir ist ganz klar, was es auf lange Sicht bedeutet, wenn Monopolisten die Welt beherrschen.

Daher habe ich nicht nur einen, sondern viele Versuche gestartet, wieder einmal die Welt zu retten: Ich habe mich wiederholt „geopfert“ und versucht, in einem Onlineshop einzukaufen. Ich kann Euch jetzt schon sagen, dass das mein allerletzter Versuch war!!!


Vor einigen Tagen habe ich festgestellt, dass unbedingt ein neuer Scanner her muss. Mein alter tut es zwar noch, die Treiber werden aber nicht mehr von meiner Windows-Version unterstützt. Das nervt furchtbar, ist aber eine andere Geschichte (des Kapitalismus).

So far, so good. Wie es jeder „normale“ Mensch so macht, habe ich also die beste Suchmaschine angeworfen (die den Kapitalismus unglaublich unterstützt) und mir ein paar Ergebnisse ausspucken lassen. Nöp, ich hab‘ mich nicht gleich auf die Angebote von A. gestürzt, sondern wollte bewusst wo anders einkaufen.

Meine Wahl fiel auf Viking.de – ist ja schließlich auch eine relativ renommierte Firma, bei der man hoffen kann, dass man für sein Geld auch tatsächlich eine Lieferung erhält. Da bin ich kleinlich, dass hätte ich dann schon gerne …

Viking.de zwingt einen schon bei der Bestellung eine Telefonnummer zu hinterlassen. Das mag ich nicht. Ständig wird man dann mit Werbung zugemüllt und warum überhaupt Daten abgreifen, die nicht unbedingt erforderlich sind? Aber ist ja eine relativ renommierte Firma, bei der man hoffen kann …

So far, so bad. Ich hatte mir erlaubt, meinen Arbeitsplatz ohne mein Handy zu verlassen. Geht ja mal gar nicht, ist mir schon klar. Ich komme also aus der Mittagspause zurück und da ist doch tatsächlich ein Anruf auf meiner Mailbox, ich solle mal unter einer Service-Nummer zurückrufen.

Ich habe eine Firma zu leiten und wenig Lust und noch weniger Zeit, freiwillig  in einer Warteschleife rumzuhängen. Es reicht schon, wenn es unvermeidlich ist. Also habe ich nicht angerufen, denn ich war mir keiner Schuld bewusst …

2 Tage später (und in dieser Zeit hätte der Scanner schon bei mir sein können!) erhalte ich eine Email, ich solle aus einem wichtigen Grund die Service-Nummer anrufen. Okay, ich brauche einen Scanner und habe diesen nicht aus Langeweile bestellt. Also rufe ich dort an. Der nette Herr am Telefon teilte mir mit, dass er mir leider nicht weiterhelfen könne. Dafür sei die Buchhaltung zuständig und schon hing ich in der Warteschlange. Warum ihr, liebe Shopbetreiber, zur Strafe auch noch eine dermaßen hässliche Hintergrundmusik aussucht, bleibt mir für immer ein Rätsel.


Nach gefühlten 15 Minuten hatte ich einen weiteren Herren, der leider nur gebrochen Deutsch sprach, an der Strippe:

  • „Sie haben bei uns einen Scanner bestellt, aber in Ihrem Impressum steht nicht diese Lieferadresse.“
  • „Sorry, ist es verboten, einen Büroartikel an eine andere Adresse schicken zu lassen?“
  • (Ich war schon stinksauer, dass in meinem Impressum herumspioniert wird. Meine Schufa ist übrigens so jungfräulich und ohne negative Eintragungen, dass sich so mancher die Finger danach ablecken würde)
  • „Nein, aber Ihr Firmensitz ist an einer anderen Adresse.“
  • „Ach ja, ist es verboten, einen weiteren Firmensitz zu haben (was tatsächlich der Fall ist)? Wenn ihr außer Paypal (was ich verabscheue) und Kreditkarte (was ich nicht einsehe) noch eine andere Zahlungsart anbieten würdet, hätte ich per Vorkasse bezahlt (was ich am liebsten tue) und niemand hätte sich Gedanken machen müssen.“
  • „Gewerbekunden können bei uns auf Rechnung zahlen.“
  • „Habe ich gesehen – dann muss ich eben auf Rechnung zahlen.“
  • „Wenn Sie auf Rechnung zahlen wollen, brauche wir Ihre Bestellung noch schriftlich.“
  • ლ(ಠ益ಠ)ლ „Stornieren Sie meine Bestellung und löschen Sie umgehend meine ganzen Kundendaten!!!“

Leute, tut mir echt leid, ihr habt jetzt sicher 100 Argumente, warum und wieso ihr diese Geschäftspraktik verstehen könnt. Ich kann das nicht verstehen. Ich bin zahlungskräftig und wollte nur einen Scanner haben. Davon abgesehen muss mein neues Büro komplett eingerichtet werden, aber ganz sicher nicht mehr von Viking.de.

Dämmert es jetzt, warum wir alle lieber zu A. gehen???

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