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Fake-Bewertungen beauftragen?

Fake-Bewertungen und ihre Folgen für Unternehmen

Das Internet ist inzwischen für Unternehmen zu einem mächtigen Werkzeug herangewachsen, welches vielseitig für Werbezwecke verwendet werden kann. Dazu zählen unter anderem Kundenbewertungen, die Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung beschreiben und entweder für gut oder schlecht befinden. Demzufolge tendieren potenzielle Käufer eher dazu, sich für ein Produkt zu entscheiden, das im Durchschnitt überwiegend positive Bewertungen aufweist. Die Wahrscheinlichkeit, dass es dann deren Vorstellungen entspricht und seine Versprechen hält, ist somit größer.

Natürlich haben viele Unternehmen die Vorteile von guten Bewertungen erkannt und möchten sich diese zunutze machen. Allerdings müssen dafür Kunden das Produkt gekauft, getestet und schließlich bewertet haben. Letzteres davon geschieht weitaus weniger häufig. Bei einem neu erschienenen Artikel eines bislang unscheinbaren Unternehmens kann sich dieser Prozess meist hinziehen, da es in Konkurrenz mit bereits bekannten und positiv bewerteten Unternehmen steht. Ab diesem Zeitpunkt kommen die sogenannten Fake-Bewertungen ins Spiel.

Die Problematik von Fake-Bewertungen

Gute Bewertungen können die Verkaufszahlen in die Höhe treiben. Diesen Effekt sollen positive Fake-Bewertungen erzielen. Ausschließlich eine entsprechend hohe Qualität des Produkts ist in der Lage, eine Fake-Bewertung zu vertuschen. Mit etwas Glück lässt sich der Kunde auf einen Kauf ein und kehrt mit positiven Erfahrungswerten zurück, die wiederum zu einer guten Bewertung führen. Das wäre die Idealvorstellung und für Sie vermutlich wünschenswert. Doch es ist Vorsicht geboten! In bestimmten Fällen können Sie mit Fake-Bewertungen den Ruf Ihres Unternehmens oder eines Produkts schnell in die entgegengesetzte Richtung treiben. Sobald dieser Stein einmal ins Rollen gerät, lässt er sich kaum mehr stoppen.

Menschen, die häufig in Online-Shops bestellen, sind mittlerweile viel aufmerksamer als früher. Unglaubwürdig verfasste Fake-Bewertungen werden schnell entlarvt – vor allem wenn diese überaus euphorisch geschrieben sind. Im schlimmsten Fall ist dann für den potenziellen Kunden das Produkt oder gleich der ganze Hersteller sofort abgeschrieben. Ohne Vertrauen entwickelt sich keine Kaufentscheidung, die zu Ihrem Gunsten ausfällt. Für den Kunden steht fest, dass er sein Geld nicht für ein unsicheres und ggf. unerfreuliches Ergebnis ausgeben möchte.

Des Weiteren können Fake-Bewertungen beim Kunden zu herben Enttäuschungen führen, wenn diese nicht der Realität entsprechen. Lügen rufen ebenfalls einen Vertrauensbruch hervor. Der Käufer fühlt sich betrogen und investiert die negative Energie in eine schlechte Bewertung oder lässt sich über den Vorfall bei Freunden aus. Das schadet sowohl dem Ruf Ihres Produkts als auch dem Ihres Unternehmens.

Sie dürfen als Unternehmen dabei niemals die Macht eines einzelnen Käufers unterscheiden. Stellen Sie sich nur einmal vor, ein bekannter YouTuber mit tausenden Abonnenten bewertet mittels eines Videos Ihr Produkt und macht darin seinem Ärger Luft. Eine enorme Kettenreaktion entsteht, der Sie ausschließlich mit viel Professionalität und einem durchdachten öffentlichen Auftritt entgegenwirken können. Selbst ein Twitterer mit nur 500 Followern kann bei einem unbekannten Unternehmen, das sich erst mühsam in die Höhe kämpfen muss, großen Schaden anrichten.

Fazit

Viele positive Fake-Bewertungen machen Ihr Unternehmen nicht automatisch konkurrenzfähiger oder das Produkt qualitativ hochwertiger. Wenn sich ein Kunde aufgrund der Fake-Bewertung für Sie entscheidet und enttäuscht wird, können Sie schlimmstenfalls mit einem Einsturz Ihrer Verkaufszahlen rechnen. Für ein junges Unternehmen im Wachstum können die Folgen weitaus fataler ausfallen und womöglich für ein vorzeitiges Ende sorgen. Bewertungen sind mächtig, ja. Allerdings in beide Richtungen.

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Gefälschte Bewertungen erkennen

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Das Netz ist voll von schlauen und weniger schlauen Tipps, um gefälschte Bewertungen zu identifizieren. Dabei wird oft vergessen, dass nicht jeder Kauf eine Bewertung nach sich zieht. Ein professioneller Händler kann, je nach Branche, bereits hunderte Artikel an zufriedene Kunden verkauft haben, die überhaupt keine Bewertung abgeben. Alles war in Ordnung und wie erwartet. Was gibt es also noch zu sagen?

Andererseits kann der erste verärgerte Käufer sich sofort zu Wort melden und sich für eine vermeintlich schlechte Leistung oder Behandlung empfindlich rächen. Bewertungen, positiv oder negativ, sind also keine absolute Größe oder ein verbindlicher Gradmesser für Qualität und Serviceleistungen.

Was deutet aber darauf hin, dass es sich bei den abgegebenen Urteilen um Fake- oder Gefälligkeitsbewertungen handeln könnte?

Zum Beispiel gibt es als ausgemacht, dass Bewertungen bei Amazon immer nur dann echt sein können, wenn es sich um einen verifizierten Verkauf handelt. Irrtum! Amazon erlaubt auch Personen, die ihren Artikel nicht über das Unternehmen bezogen haben, zum jeweiligen Produkt eine Rezension zu verfassen. Diese Option ist völlig legitim und wird z. B. auch von Rezensenten genutzt, die ein Buch oder eine CD als Geschenk über den Versandhändler erhalten haben.

Aber Ebay-Bewertungen müssen doch alle echt sein, oder? Nur wer tatsächlich dort eingekauft hat, darf über seinen eigenen Account eine Bewertung schreiben. Auch dies ist nicht immer garantiert. Zum einen gibt es Dienstleister, die käufliche Ebay-Bewertungen anbieten. Zum anderen wird gerade im Haifischbecken des Online-Kaufhauses der größte Schindluder mit Bewertungen getrieben. Allein die Regelung des Pseudo-Auktionshauses, dass Verkäufer keine schlechten Bewertungen abgeben dürfen, führen das ganze System ad absurdum.

Auch der Hinweis der Spürnasen in Sachen Fake-Bewertungen, dass ein zu oft genannter Produktname verdächtig ist, führt ins Leere. Manche Rezensenten nehmen es eben ganz genau. Hier im vorhinein Betrug zu unterstellen, ist wenig zielführend.

Vielleicht ist doch nicht alles Gold was glänzt?

Fragwürdiger wird es, wenn ein Händler grundsätzlich nur 5-Sterne-Bewertungen erhält. Hier kommt es natürlich auf die prozentuale Verteilung an. Wenn sich unter dutzenden Kundenäußerungen allerdings kein einziges kritisches Statement befindet, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass unliebsame Kommentare gelöscht wurden. Tatsächlich gibt es aber Händler, die halten was sie versprechen – und dafür mit Begeisterung belohnt werden.

Auch eine auffällige Häufung von Einkäufen mit anschließenden Lobeshymnen kann Verdacht erwecken. 5 zufriedene Kunden, die sich an einem einzigen Tag mit einer Bewertung bedanken, sind eher selten. Es sei denn, es handelt sich um eine extrem umsatzstarke Branche mit Artikeln, die täglich in Haushalten Verwendung finden. Will heißen: 10 Sonnenschirme im Hochsommer – okay! 10 hochpreisige Einbauküchen an einem einzelnen Tag bei sonst nur schleppenden Verkäufen – nun ja.

Fakt ist: Fake-Bewertungen zu erkennen ist nicht ganz einfach – meist sogar ganz unmöglich. Um sich vor Enttäuschungen zu schützen, gibt es für Verbraucher ganz andere Möglichkeiten: Pay-Pal-Zahlungen, der Einkauf im stationären Einzelhandel und die großzügigen Rückgaberegelungen auf einigen Plattformen sind nur ein kleiner Teil davon. Nicht zuletzt besteht bei Internet-Geschäften ein grundsätzliches Rückgaberecht von 14 Tagen ohne jede Begründung. Ein Produkt in dieser Zeitspanne zu prüfen, sollte durchaus möglich sein.

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Geheimtipp: Fake-Bewertungen schreiben

Immer wieder witzig, so auch diese Woche: Eine unbedarfte Mitarbeiterin der Galileo-TV-Redaktion hatte mich vor ein paar Tagen angerufen. Nachdem sie schon bei den Kollegen aus anderen Firmen gescheitert war (welch‘ Wunder), rief sie bei uns an. Schon bei ihrem „Rumgedruckse“ wurde mir klar, dass hier etwas im Busch ist. Aber als höflicher Mensch lies ich sie natürlich ausreden.

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100€ Belohnung für jeden Inder, der Bewertungen fälscht

 

„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“  Albert Einstein.

 

Ich hab’s nicht gesagt: Albert war es. Aber ich schließe mich dem Zitat voll umfänglich an. Gestern habe ich wieder einmal nach der „Stimme des Volkes“ gestöbert und wurde auch ganz schnell fündig.

Mein Lieblingsthema: Gefälschte Bewertungen!

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Echte Bewertungen? Willkommen in Absurdistan

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Gerne neigen wir alle dazu, die Dinge erst einmal als gegeben hinzunehmen, die uns so präsentiert und immer wieder vorgekaut werden. Wer sich allerdings intensiv mit einem Thema befasst und seine Ansichten selbst reflektiert, kommt nicht umhin, über sein Tun oder Nicht-Tun nachzudenken.

Wir haben nachgedacht! Über die tiefere Bedeutung und die wirtschaftlichen Auswirkungen von

  • Fakebewertungen
  • Online-Bewertungen
  • Bewertungsportale
  • gekaufte Bewertungen
  • Gefälligkeitsbewertungen
  • Bewertungsmanipulation
  • Bewertungsverweigerer
  • positive, neutrale und negative Bewertungen
  • Bewertungen, die abgegeben werden, um anderen zu schaden
  • Motivation von Bewertern
  • kurze und lange Bewertungen
  • Sterne-Kategorien und noch vieles mehr

Immer ausgehend von dem Paradigma:

Nur eine „echte“ Bewertung ist eine wahre Bewertung.

Was aber, wenn man das Paradigma an sich in Frage stellt? Wir möchten hier nichts schönreden oder Lug und Trug den Weg bereiten. Aber wenn man sich ständigen Anfeindungen von Unwissenden ausgesetzt sieht, darf man sich seine Gedanken machen.

Was also ist eigentlich eine „echte“ Bewertung?

Sicher eine Rezension, die jemand aus freien Stücken abgibt, weil er seine Meinung kund tun möchte. Und hier sind schon an einem sehr interessanten Punkt:

Eine Bewertung ist eine Meinung!

Sie ist keine Produktbeschreibung, kein Versprechen, kein Verkaufsargument und sie ist in jedem Fall fern von jeder Objektivität. Und auch hier können wir nicht umhin, wieder einmal Wikipedia zu zitieren:

„…Nach einer verbreiteten philosophischen Begriffsverwendung ist das Meinen ein Fürwahrhalten, dem sowohl subjektiv als auch objektiv eine hinreichende Begründung fehlt. Dadurch unterscheidet sich das Meinen vom Glauben und vom Wissen…“

Eine Bewertung ist daher genau so wenig objektiv wie die „wahre“ Wahrheit, „objektive“ Sichtweisen, „unwahre“ Tatsachenbehauptungen oder die „einzig mögliche“ Betrachtungsweise. Das Beharren auf letzterer hat nicht nur einmal zu Scheidungen oder Kriegen geführt.

Was aber ist dann mit den nicht abgegebenen Bewertungen und Rezensionen? Stehen dahinter nicht auch Erfahrungen, Meinungen und Einschätzungen? Und müssten diese dann nicht ebenfalls zur Beurteilung eines Urlaubs, eines Shops, einer Dienstleistung hinzugerechnet werden?

Was ist mit den Anbietern, deren Kunden einfach nur bewertungsfaul sind? Leisten diese folglich schlechtere Arbeit, haben den finanziellen Erfolg nicht verdient, nur weil sie keine bunten Sternchen hinter ihrem Angebot vorweisen können?

Und wie verhält es sich eigentlich mit den ganzen schlauen Statistiken, die genau herausgefunden haben wollen, dass „gekaufte“ Bewertungen tendenziell besser sind, als die sogenannten „echten“ Bewertungen? Haben sich dort Fake-Bewerter gemeldet und gesagt: „Ja, meine Bewertung ist gefälscht, rechnen Sie diese doch bitte einmal in Ihre Statistik ein“?

Nicht zuletzt: Sind die „echten“ Bewerter die einzig fachkundigen Personen? Sind sie nicht auch manchmal frustriert, ungeduldig, unaufmerksam, schwer von Begriff, wütend, enttäuscht oder geblendet von schicken Werbezugaben?

In unserem Bemühen, die Guten (den wütenden Kunden, der dem Händler wider gutes Wissen seine Meinung „geigen“ will?) von den Bösen (die Händler, die von uns allen quasi gezwungen werden, Bewertungen zu horten, um überhaupt am Spiel teilnehmen zu dürfen?) zu unterscheiden, vergessen wir manchmal, was Bewertungen und Rezensionen eigentlich sind: Meinungen Einzelner, denen wir uns anschließen können oder die mit unseren eigenen Erfahrungen überhaupt nicht übereinstimmen müssen.