100€ Belohnung für jeden Inder, der Bewertungen fälscht

 

„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“  Albert Einstein.

 

Ich hab’s nicht gesagt: Albert war es. Aber ich schließe mich dem Zitat voll umfänglich an. Gestern habe ich wieder einmal nach der „Stimme des Volkes“ gestöbert und wurde auch ganz schnell fündig.

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Amazon-Bewertungen entlarven mit Review Meta?

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Vom besten Webmaster ever, unserem eigenen (und wieder mal 1000 Dank!!!) wurden wir auf ein interessantes Tool hingewiesen. Ja, Tools gibt es wie Sand am Meer und kurz überfliegen reicht in der heutigen Zeit. Nein, auf den zweiten Blick ist ReviewMeta so spannend, dass man sich verkünsteln kann.

Aus unserer Perspektive gibt es viele Möglichkeiten, dort Daten auszuwerten und man kann jederzeit die Fronten wechseln. Spannend für Händler, spannend für Agenturen, die sich mit Reputationsmanagement befassen und spannend für Kunden, die dem „Braten nicht trauen“. „Amazon-Bewertungen entlarven mit Review Meta?“ weiterlesen

Gefälschte Bewertungen erkennen

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Das Netz ist voll von schlauen und weniger schlauen Tipps, um gefälschte Bewertungen zu identifizieren. Dabei wird oft vergessen, dass nicht jeder Kauf eine Bewertung nach sich zieht. Ein professioneller Händler kann, je nach Branche, bereits hunderte Artikel an zufriedene Kunden verkauft haben, die überhaupt keine Bewertung abgeben. Alles war in Ordnung und wie erwartet. Was gibt es also noch zu sagen?

Andererseits kann der erste verärgerte Käufer sich sofort zu Wort melden und sich für eine vermeintlich schlechte Leistung oder Behandlung empfindlich rächen. Bewertungen, positiv oder negativ, sind also keine absolute Größe oder ein verbindlicher Gradmesser für Qualität und Serviceleistungen.

Was deutet aber darauf hin, dass es sich bei den abgegebenen Urteilen um Fake- oder Gefälligkeitsbewertungen handeln könnte?

Zum Beispiel gibt es als ausgemacht, dass Bewertungen bei Amazon immer nur dann echt sein können, wenn es sich um einen verifizierten Verkauf handelt. Irrtum! Amazon erlaubt auch Personen, die ihren Artikel nicht über das Unternehmen bezogen haben, zum jeweiligen Produkt eine Rezension zu verfassen. Diese Option ist völlig legitim und wird z. B. auch von Rezensenten genutzt, die ein Buch oder eine CD als Geschenk über den Versandhändler erhalten haben.

Aber Ebay-Bewertungen müssen doch alle echt sein, oder? Nur wer tatsächlich dort eingekauft hat, darf über seinen eigenen Account eine Bewertung schreiben. Auch dies ist nicht immer garantiert. Zum einen gibt es Dienstleister, die käufliche Ebay-Bewertungen anbieten. Zum anderen wird gerade im Haifischbecken des Online-Kaufhauses der größte Schindluder mit Bewertungen getrieben. Allein die Regelung des Pseudo-Auktionshauses, dass Verkäufer keine schlechten Bewertungen abgeben dürfen, führen das ganze System ad absurdum.

Auch der Hinweis der Spürnasen in Sachen Fake-Bewertungen, dass ein zu oft genannter Produktname verdächtig ist, führt ins Leere. Manche Rezensenten nehmen es eben ganz genau. Hier im vorhinein Betrug zu unterstellen, ist wenig zielführend.

Vielleicht ist doch nicht alles Gold was glänzt?

Fragwürdiger wird es, wenn ein Händler grundsätzlich nur 5-Sterne-Bewertungen erhält. Hier kommt es natürlich auf die prozentuale Verteilung an. Wenn sich unter dutzenden Kundenäußerungen allerdings kein einziges kritisches Statement befindet, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass unliebsame Kommentare gelöscht wurden. Tatsächlich gibt es aber Händler, die halten was sie versprechen – und dafür mit Begeisterung belohnt werden.

Auch eine auffällige Häufung von Einkäufen mit anschließenden Lobeshymnen kann Verdacht erwecken. 5 zufriedene Kunden, die sich an einem einzigen Tag mit einer Bewertung bedanken, sind eher selten. Es sei denn, es handelt sich um eine extrem umsatzstarke Branche mit Artikeln, die täglich in Haushalten Verwendung finden. Will heißen: 10 Sonnenschirme im Hochsommer – okay! 10 hochpreisige Einbauküchen an einem einzelnen Tag bei sonst nur schleppenden Verkäufen – nun ja.

Fakt ist: Fake-Bewertungen zu erkennen ist nicht ganz einfach – meist sogar ganz unmöglich. Um sich vor Enttäuschungen zu schützen, gibt es für Verbraucher ganz andere Möglichkeiten: Pay-Pal-Zahlungen, der Einkauf im stationären Einzelhandel und die großzügigen Rückgaberegelungen auf einigen Plattformen sind nur ein kleiner Teil davon. Nicht zuletzt besteht bei Internet-Geschäften ein grundsätzliches Rückgaberecht von 14 Tagen ohne jede Begründung. Ein Produkt in dieser Zeitspanne zu prüfen, sollte durchaus möglich sein.