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VonContent-Werkstatt

Bitte nicht unterschätzen: Bewertungsportal AMAZON!

Amazon-Bewertungsportal

 

Bewertungsportale wie Ciao.de, Yopi.de oder Yelp.de sollen dem Kunden helfen, sich auf dem unendlichen (Online-)Markt zu orientieren und ihre Kaufentscheidungen anhand „echter Kundenberichte“ zu fällen. Trotz vollmundiger Versprechungen sind auch deren Aussagen mit Vorsicht zu genießen. Denn auch hier ist nicht immer ganz transparent wer die „Berufstester“ sind und welche Motivation sie antreibt. Dabei wird gerne eine ganz große Erfahrungsplattform vergessen: AMAZON itself.

Ganz klammheimlich mausert sich der Internet-Riese zu einem großen Einkaufs-Ratgeber. Natürlich findet man hier keine Aussagen zu Ärzten, Rechtsanwälten oder Kfz-Werkstätten. Aber was die Produktwelt anbelangt, ist AMAZON eine der führenden Bewertungsplattformen.

Wer sich in den Suchmaschinen nach Erfahrungsberichten über den Artikel XYZ schlau machen möchte, kommt am Versandgiganten AMAZON kaum vorbei. Denn eines der Ziele, die das Unternehmen verfolgt, ist alles zu verkaufen, was verschickt werden kann. Und so wird der Artikel XYZ sicher auch hier erhältlich sein. Käuferbewertungen geben der Ware in Form von Content Relevanz und so findet sich nahezu jedes Produkt unter den ersten Suchergebnissen, verknüpft mit AMAZON. Irgendwie spannend, den AMAZON ist kein Händler, sondern stellt nur auf sehr clevere Art seine Plattform zur Verfügung …

Im Gegensatz zu Ebay & Co. steht dem Kunden – neben der Möglichkeit, selbst geschossene Fotos und Videos einzufügen – reichlich Platz für seine Meinungsäußerung zur Verfügung. Mit sehr viel Hingabe äußern sich manche Rezensenten zu den gekauften Produkten und lassen so manche Händlerbeschreibung verblassen. Wütende Kommentare von enttäuschten Kunden und darauf folgende Anmerkungen von anderen Käufern (Wer sind diese Leute eigentlich und warum machen sie sich diese Mühe?) sorgen für einen gewissen Unterhaltungswert und so ist es oft spannend, das entsprechende Objekt der Begierde aus vielen Perspektiven zu betrachten.

Ja, und wenn man schon mal da ist und sowieso so wenig Zeit hat … Die Möglichkeit zu internen Preisvergleichen ist oft gegeben, denn Markenartikel werden hin und wieder von verschiedenen Händlern angeboten. Mancher Artikel wird auch äußerst günstig gebraucht angeboten. Die Rückgabe- und Lieferbedingungen der Online-Plattform suchen ihres Gleichen. Einen Account hat heute fast jeder. Wozu dann noch lange suchen? Kaufen, marsch, marsch.

Wie kritisch man diese Entwicklung mit ihrem Verdrängungswettbewerb und ihrer Monopolstellung auch bewerten mag – was die Marketingstrategie anbelangt kann man nur sagen: Chapeau – Hut ab, AMAZON …

VonContent-Werkstatt

Reise- und Hotelbewertungen – Top oder Flop?

www.pixabay.com

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Über 60 Milliarden Euro im Jahr geben alleine wir Deutschen im Urlaub aus. Kein Wunder also, dass hier viele Reiseveranstalter gerne vorne mitspielen und sich ihre Scheibe vom Kuchen abschneiden möchten.

Artikel der FAZ

Doch geht es bei den Methoden immer mit rechten Dingen zu? Eine beliebte Marketingmaßnahme sind Bewertungen und Erfahrungsberichte, die (angebliche) Urlauber im Internet auf den jeweiligen Portalen zu der gewählten Destination abgeben. Wenn es „allen“ gefallen hat, kann die Buchung dann ein Fehler sein?

Reise- und Hotelbewertungen sind, wie andere Bewertungsportale und -plattformen auch, nicht vor gefälschten Rezensionen sicher und mancher, der sich hier beschwert, bleibt nicht ganz sachlich. Wenn die schönsten Wochen des Jahres zu einem Horrortrip ausgeartet sind, kann dies viele Ursachen haben. Vielleicht hat sich ein Pärchen hoffnungslos zerstritten, das Wetter war einfach schlecht oder der Kellner hat die eigene Frau zu sehr angeflirtet …

So wird zu Hause – und aus sicherer Distanz – tüchtig Rache genommen: mit einer Online-Bewertung, die sich gewaschen hat.

Aber auch manche Lobhudeleien scheinen eher verdächtig: Eine neues Hotel, das eben erst eröffnet hat, wartet mit etlichen Bewertungen auf und wird geradezu in den Himmel gelobt. Und das, obwohl es Spottpreise bietet, die jeder wirtschaftlichen Kalkulation ins Gesicht schlagen.

Was kann man tun, um nicht auf Hotelbewertungen reinzufallen?

Wie in allen Bereichen des Lebens gilt: Der gesunde Menschenverstand sollte nicht außen vor gelassen werden. Erfahrungsberichte von anderen Reisenden können eine Hilfestellung sein – müssen es aber nicht.

Ein relativ sicherer Weg ist, sich in einem örtlichen Reisebüro beraten und ausführlich informieren zu lassen. Kennen Sie den Unternehmer (und er Sie) persönlich, wird er sich davor hüten, Ihnen das Blaue vom Himmel zu versprechen. Die meisten Reiseverkehrskaufleute hoffen auf wiederkehrende Kunden und auf Empfehlungen.

Erkundigen Sie sich in Ihrer Familie, bei Kollegen und im Freundes- und Bekanntenkreis. Auch hier können Sie mit ehrlichen Antworten rechnen.

Passen Sie Ihre Erwartungen an das Urlaubsland an. Im afrikanischen Dschungel werden Sie naturgemäß auf einige Annehmlichkeiten der westlichen Zivilisation verzichten müssen.

Auch wenn Sie sparen möchten oder müssen und die Lebenshaltungskosten in anderen Ländern vielleicht niedriger sind als hierzulande: Kann ein All-Inklusive-Urlaub in einem renommierten Hotel unter Einhaltung der Hygienestandards wirklich zum Preis eines Butterbrotes erhältlich sein?

Und nicht zuletzt: Der Reisemarkt war immer schon von fantasievollen Beschreibungen geprägt! Gewisse „Codes“ waren schon vor dem Boom der Online-Buchungen verdächtig. So war „die Nähe zur turbulenten Strandpassage“ ein Garant für Unterhaltung, aber leider auch oft Grund für schlaflose Nächte. Der „enge Kontakt zu Einheimischen“ konnte auf eine Lage am äußersten Rande des Urlaubsortes hinweisen. Und das „kontinentale Frühstück“ war und ist meist ein Zeichen von Langeweile und Eintönigkeit …

Sie möchten eine echte Hotelbewertung sehen? Auch so etwas gibt es bei uns