Amazon-Bewertungen entlarven mit Review Meta?

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Vom besten Webmaster ever, unserem Eigenen (und wieder mal 1000 Dank!!!) wurden wir auf ein interessantes Tool hingewiesen. Ja, Tools gibt es wie Sand am Meer und kurz überfliegen reicht in der heutigen Zeit. Nein, auf den zweiten Blick ist ReviewMeta so spannend, dass man sich verkünsteln kann.

Aus unserer Perspektive gibt es viele Möglichkeiten, dort Daten auszuwerten und man kann jederzeit die Fronten wechseln. Spannend für Händler, spannend für Agenturen, die sich mit Reputationsmanagement befassen und spannend für Kunden, die dem „Braten nicht trauen“.

ReviewMeta – für wen?

Das englischsprachige Tool, richtet sich vor allem an Kunden von Amazon und bodybuilding.com. Käufer können sich dort mittels einer umfangreichen Analyse einen Überblick verschaffen, ob die abgegebenen Produktbewertungen gefaked sind oder von echten Käufern stammen. Durch die einfache Eingabe der betreffenden URL, die komfortabel mit copy & paste eingefügt werden kann, startet eine umfangreiche Analyse, die auf Schwachstellen der Bewertungsprofile hinweist.

Welche Prüfkriterien werden zugrunde gelegt?

Einige interessante Aspekte, an die Unkundige selten denken, werden eingezogen, z. B.

  • Hat der Rezensent jemals vorher bewertet?

Aus unserer Sicht nicht ganz nachvollziehbar, denn jeder Käufer fängt einmal mit dem ersten Einkauf an. Dennoch könnte es möglich sein, dass Händler einen ganzen Schwung Personen anheuern, die sich bei Amazon neu anmelden, um positive Bewertungen auf dem Markt zu werfen.

  • Handelt es sich um eine verifizierte Bewertung?

Die alte Diskussion um verifizierte und nicht verifizierte Bewertungen. Eine nicht verifizierte Bewertung erfordert zwar keinen Produktkauf, ist aber laut Amazon möglich. Die Tendenz der neuen Richtlinien scheint zwar von der Möglichkeit, nicht verifizierte Bewertungen abgeben zu können, wegzuführen. Eine nicht verifizierte Rezension ist allerdings nicht per se eine Fakebewertung.

  • Wurden mehrere Rezensionen an einem Tag abgegeben?

Hier stimmen wir weitgehend mit ReviewMeta überein. Mehrere Bewertungen am gleichen Tag abzugeben, entspricht nicht dem üblichen Nutzerverhalten. Allerdings ist nicht auszuschließen, dass jemand z. B. am Ende des Monats alle ausstehenden Urteile auf einmal abgeben möchte.

  • Werden die gleichen Sätze und Phrasen immer wieder verwendet?

Bingo – dies ist in der Tat eher seltsam und deutet darauf hin, dass die Bewerter gebrieft wurden, Fließbandarbeit leisten oder der Sprache, in der die Rezensionen geschrieben werden sollen, gar nicht mächtig sind.

  • Erhält das Produkt selbst viele Bewertungen am gleichen Tag?

Auch dies kann ein Kriterium sein, dass viele Bewertung beauftragt wurden, die rasch abgearbeitet werden sollen. Aber dabei kann es sich tatsächlich um einen Zufall handeln. Zumindest, wenn sich der „Zufall“ nicht tagtäglich über Wochen wiederholt.

  • Sind die Rezensionen zu lang?

Ja,man könnte sich seine Gedanken machen, wenn eine Rezension eine erweiterte Produktbeschreibung darstellt, die immer wieder alle Argumente aus dem Verkaufstext herunterbetet. Noch seltsamer wird ein genau beschriebener Stromverbrauch mit Watt und Ampere etc. Halloooo, welcher echte Kunde schreibt denn so etwas???

  • Wird der Produktname oder die Marke häufig erwähnt?

Ebenfalls eher unüblich. Eine nette Idee für SEO und beim Versuch, besser zu ranken. Falls allerdings immer wieder die Firma XY mit dem Produkt X mit der Artikelnummer B/07 in der Version 3.4 auftaucht, darf man durchaus stutzig werden.

  • Wurden Bewertungen für das Produkt gelöscht?

Ebenfalls ein interessanter Aspekt, denn gelöschte Rezensionen können darauf hinweisen, dass Amazon hier einen Riegel vorgeschoben hat oder der Bewerter auf Druck des unzufriedenen Händlers zur Löschung der Bewertung veranlasst wurde.

  • Könnte die Rezension beauftragt worden sein?

ReviewMeta sieht diese Bewertungen als zweifelhaft an. Ein zweischneidiges Schwert. Denn bis zum Relaunch der Richtlinien zu Bewertungen, hat Amazon die Tester förmlich dazu verpflichtet, einen Hinweis zu veröffentlichen, dass die Bewertung durch den Händler beauftragt wurde.

Fazit:

ReviewMeta ist ein durchaus interessantes Tool, worüber sich die Hersteller weitreichende Gedanken gemacht haben. Allerdings wird auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass es eine 100 % Sicherheit bzgl. ehrlicher Bewertungen und Rezensionen nicht gibt und nicht geben kann. Wie immer, werden wir uns alle auf unseren gesunden Menschenverstand verlassen müssen!

 

 

Amazon macht Ernst: Bewertungen und Rezensionen

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Was wir bereits im Oktober angedeutet haben, ist nun Realität geworden. Amazon hat seine AGB und Richtlinien geändert und will nun keine Tests der Produkttestermafia mehr sehen. Spannend, denn das Unternehmen hat durch sein eigenes Ranking selbst zu solchen Auswüchsen beigetragen.

In den neuen AGB bzw. Bewertungsrichtlinien fehlt der Passus, der Bewertungen gegen den Zusatz „Habe ich kostenlos oder verbilligt für einen Produkttest erhalten“ gestattet.

Auch die Händler wurden vom Internet-Riesen ausdrücklich in Kenntnis gesetzt, dass dieses Verhalten verboten ist. Natürlich steht es jedem Verkäufer frei, sich mit Amazon anzulegen und diese Richtlinien zu ignorieren. Die Firma macht weiterhin Ernst, indem ältere Bewertungen, die als anreizbasiert zu erkennen sind, gelöscht werden.

Interessanterweise steht die Welt von einigen bekannten „Bewertungsmaklern“ auch auf dem Kopf, denn einige Plattformen sind nicht mehr erreichbar und müssen ihre Systeme umstellen.Wie kann das sein?

Es war schon immer klar und sollte mit etwas gesundem Menschenverstand erkennbar sein, das es zu nichts Gutem führen kann, wenn

  • Händler mit den Testkäufern in direktem Kontakt stehen
  • Testkäufer von Händlern genötigt werden, einen genauen Wortlaut bei der Bewertung zu verwenden
  • Testkäufer nach einem internen Punktesystem von Bewertungsmaklern beurteilt und somit beeinflusst werden können
  • Testkäufer zu einer – wie auch immer gearteten Mitgliedschaft – gezwungen werden
  • Händler Testkäufer mit Versprechungen zu weiteren Käufen animieren

Unsere interessierten Käufer, die „echte Menschen“ sind, wurden und werden niemals zu solchem Verhalten gedrängt. Sie stehen zu uns weder in einer Vertragsbeziehung noch in einem Beschäftigungs- oder irgendwie gearteten Abhängigkeitsverhältnis. Jeder Tester wird aufgefordert jederzeit seine offene Meinung kund zu tun – „Aufstiegschancen“ oder „Abstrafungen“ gab es nicht und wird es auch nicht geben. Dies gibt auch dem Händler die Möglichkeit, ein wertvolles Feedback zu erhalten und ggf. nachzubessern, wo immer der Kunde nicht zufrieden ist. Genau darin sehen wir den Sinn von Testkäufen. Auch unterbinden wir jeden Kontakt von Kaufinteressenten und Verkäufern – wir waren schon immer bemüht, alle Beteiligten zu schützen und haben daher in unser Prozedere viele Sicherheitsmechanismen eingebaut.

Kunden, die Manipulationen erwarten oder als Bedingung voraussetzen, sind bei uns grundsätzlich auf taube Ohren gestoßen und eine Zusammenarbeit wurde und wird kategorisch abgelehnt.

Abgesehen davon, dass es sich bei diesen Ansinnen ganz klar um Rechtsverstöße handelt, entlarven sich Unternehmer, die ausschließlich positive Bewertungen fordern, als Zeitgenossen, die den Sinn des ganzen Bewertungsmanagements nicht verstanden haben. Erfolgsorientierung ist eine wichtige Eigenschaft jedes Selbständigen. Intelligenz, Verantwortungsbewusstsein und vorausschauendes Denken gehören jedoch nicht minder dazu.

Oder, um ganz konkret zu werden: Würden Sie einem umfangreichen Bewertungsprofil trauen, auf dem nicht einmal ein Hauch von Kritik zu lesen ist? Wir auch nicht!

Und auch nicht der potenzielle Kunde, denn es ist erwiesen, dass Käufer, die auf Grund unendlicher Lobeshymnen Verdacht in die Integrität von Rezensionen schöpfen, sei dieser berechtigt oder nicht, zur Sicherheit bei diesem Händler nicht bestellen.

 

Die Wahrheit über Bewertungen und Rezensionen

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Der Run auf positive Bewertungen reißt nicht ab! Es gibt sicher Hunderte von Studien, die belegen, dass ohne positive Bewertungen heute kein Geld mehr zu machen ist. Sie haben Ihrer Meinung nach viel zu wenig positive Bewertungen? Daher können Sie sich nicht Ihren Leistungen entsprechend auf dem Markt positionieren?

Bevor Sie sich graue Haare wachsen lassen, sollten Sie einen Moment innehalten!

Positive Bewertungen sind wichtig, vielleicht sogar existenziell

  • Wenn Sie kein stationäres Ladengeschäft haben und „nur“ ein Online-Business betreiben
  • Wenn Sie ausschließlich über die Höhle der Löwen (Ebay, Amazon etc.) verkaufen

Auch wenn Sie jetzt zweifeln:

  • Es gibt unzählige Branchen, die überhaupt nicht auf positive Bewertungen angewiesen sind
  • Man kann davon ausgehen, dass die übliche Bewertungsrate bei 5% liegt. Damit dürfen Sie bereits hoch zufrieden sein. Manche Firmen berichten von einer Bewertungsquote von ca. 2 %. Das bedeutet, dass Sie bei 1000 Geschäftsabschlüssen mit 20(!!!) Rezensionen rechnen dürfen.
Welche Maßnahmen können das Bewertungsaufkommen erhöhen

Kunden werden bewertungsmüde! Genauso, wie die Pop-Ups nerven, die einen schon beim Betreten einer Seite einen Newsletter andrehen möchten, nerven auch die ständigen Rückfragen nach Bewertungen von allen Seiten.

  • Die Bedingungen, Bewertungen zu erhalten, werden immer schwieriger. Was wirklich noch zu Bewertungen veranlasst: Seien Sie exzellent! Gut oder sogar nur zufriedenstellend sind alle anderen auch. Sie sollten Ihren Kundenkreis angenehm überraschen, mit Annehmlichkeiten, die er zu schätzen weiß. Bieten Sie alle möglichen Zahlungsmöglichkeiten, überprüfen Sie immer wieder die Usability Ihrer Webseite oder Ihres Shops und geben Sie Ihrem Käufer in der Menüführung gar keinen Grund, Ihre Seite zu verlassen. Dies klingt äußerst banal, aber bei 3 von 5 Seiten führen Kleinigkeiten dazu, dass der Interessent die Seite verlässt, weil irgend etwas nicht klappt. Versuchen Sie, sich auf das Wesentliche zu beschränken und verlangen Sie nicht von Ihren Kunden, dass Sie einen Personalausweis rauskramen, wenn dies nicht unbedingt erforderlich ist. Bieten Sie verschiedene Versandmöglichkeiten an. Der eine hasst Hermes, der Nächste ist niemals zuhause, wenn DHL anklopft. Und versenden Sie so schnell, wie es nur möglich ist. Überraschen Sie Ihren Kunden damit, dass er eben noch den Kauf abgeschlossen hat und im nächsten Moment schon der Paketbote vor der Tür steht.
  • Legen Sie einen netten Flyer in jedes Paket, welches Sie verschicken. Machen Sie es dem Empfänger einfach, auch das Portal zu finden, auf dem er Sie überhaupt bewerten kann. Und arbeiten Sie auch hier niedrigschwellig. Ohne Anmeldung, ohne lästige Eingabe von Kundennummern, Bestellnummern, Liefernummern oder ähnliche Hürden. In Ladengeschäften oder Praxen können Sie Visitenkarten auslegen, auf deren Rückseite Bewertungsmöglichkeiten aufgedruckt sind. Drücken Sie diese am besten Ihren Besuchern mit einem freundlichen Lächeln in die Hand.
  • Schicken Sie Ihrem Kunden direkt nach dem Kauf eine freundliche Email mit der Frage, ob er mit der Ware zufrieden war und bitten Sie um die Abgabe einer Bewertung. Spammen Sie den Käufer im Anschluss nicht zu! Es gibt selten einen Grund, wochenlang nach Erhalt der Ware noch eine Bewertung abzugeben.
  • Keep it simple! Man kann es nicht oft genug sagen: Eine Kundenbewertung ist eine Gefälligkeit Ihres Käufers Ihnen gegenüber. Geben Sie ihr oder ihm Anlass, Ihnen überhaupt einen Gefallen zu tun. Und machen Sie es der Person einfach, Sie zu rezensieren. Bitte keine langwierigen Anmeldungen, versteckte Buttons oder sonstige Beschwerlichkeiten. Falls Sie über eine professionelle Plattform bewerten lassen, achten Sie bei Vertragsabschluss auch darauf, dass dort kein großes Tamtam erforderlich ist. Ein Positivbeispiel ist das unkomplizierte Handling bei Google+.
  • Auch wenn heute alles auf den schnellen Profit ausgelegt scheint: Pflegen Sie Ihre Stammkunden! Jeder Kunde merkt, wenn der Verkäufer/Händler/Dienstleister nur daran interessiert ist, Umsätze einzufahren, aber den Käufer nach Bezahlung nur noch als lästiges Übel betrachtet. Soll Ihnen diese Person auch noch die Gefälligkeit einer Bewertungsabgabe erweisen? Behandeln Sie Ihre Stammkunden ordentlich, stellen Sie eine Beziehung zu dem Menschen hinter der Bankverbindung her und Sie werden viel mehr Bewertungen erhalten. Auch, weil sich öfter die Gelegenheit ergibt, darum zu bitten.

Und vor allem: Verlieren Sie nicht aus den Augen, welchen Stellenwert Onlinebewertungen und Rezensionen wirklich haben. Sie sind nur ein kleiner Baustein des Erfolges!!! Fokussieren Sie sich nicht zu sehr auf den Bewertungsrummel. Er kann auch wunderbar als Ausrede dienen für viel krassere Versäumnisse, die Sie nicht sehen oder nicht wahrhaben wollen. Optimieren Sie Ihre Homepage und Ihre Leistungen Tag für Tag oder zumindest Woche für Woche.

Unser Business läuft – weil wir vieles richtig machen, eine empathische Beziehung zu unseren Kunden haben, vertrauenswürdig sind, unsere Homepage immer wieder mit neuem Content versorgen und auch Aufträge ablehnen, die wir nicht verantworten können. Und das ohne jegliche Kundenbewertungen!