Usability von Shops und Websites checken lassen – unbedingt!

www.pixabay.com
www.pixabay.com

Sie sind der Eigentümer der besten Homepage der Welt? Gratulation! Viel Zeit, Kreativität, Geduld und auch Geld sind erforderlich, um eine Website zum Laufen zu bringen. Weitere Investitionen sind meist nötig, um in den Suchergebnissen überhaupt gefunden zu werden. Schade, wenn diese Chance leichtfertig verspielt wird.

Leider wird häufig vergessen, die Benutzerfreundlichkeit einer Seite immer wieder auf den Prüfstand zu stellen. Sicher ist es Ihnen bereits auch schon auf der ein oder anderen Homepage passiert, dass

  • die Seite sich erst nach einer gefühlten Ewigkeit aufbaut
  • Sie statt der Homepage „seltsame“ Fehlermeldungen zu sehen bekamen
  • Sie sich in einem Shop hoffnungslos verirrt haben und die Navigation nicht finden konnten
  • auszufüllende Felder optisch nicht dargestellt wurden
  • Sie richtige Angaben gemacht hatten, diese aber auf der Anmeldeseite stur als fehlend ausgewiesen wurden
  • der Support zu den angegebenen Telefonzeiten doch nicht erreichbar war
  • sich der Warenkorb wie von Zauberhand immer wieder geleert hat
  • Sie die Versandkosten nicht finden konnten
  • Sie den Bestellvorgang mit allen persönlichen Daten durchlaufen mussten, um dann erst am Ende feststellen zu können, dass der Artikel nicht lieferbar ist
  • der Artikel zu einem fairen Preis beworben wurde, aber nach Auswahl Ihrer gewünschten Größe letztendlich das Doppelte kosten sollte …

Was haben Sie, wie die meisten von uns, dann getan?

Nun, vermutlich haben Sie die Seite auf Nimmer-Wieder-Sehen verlassen und der Anbieter hat Sie bereits vor der Bestellung so verärgert, dass Sie diese Seite für immer meiden werden.

Fazit: Überprüfen Sie die Usabilty Ihrer Seite nicht selbst – und lassen Sie dies auch nicht einen guten Freund übernehmen. Wer seinen Shop selbst kennt, wird blind für die Fallstricke und kennt die Benutzer-Routine. Auch ein guter Freund wird viele Fehler nicht feststellen, Sie kurz  nach der schnellsten Lösung fragen oder sich in liebevolles Schweigen hüllen.

Kunden machen sich selten die Mühe, Sie auf Probleme hinzuweisen. Versäumen Sie es nicht, die Benutzerfreundlichkeit regelmäßig und in größeren Abständen zu checken. Auch auf einer Seite, die scheinbar perfekt läuft, kann sich der ein oder andere Fehler unbemerkt einschleichen.

WDF*IDF – Ein Weg, um Google hinter’s Licht zu führen?

idf-wf

idf-wfWDF*IDF ist ein Konzept, um das Suchmaschinen-Ranking im eigenen Sinne zu beeinflussen. Im Prinzip geht es darum, die optimale Verteilung der Keywords (die in der WDF*IDF-Analyse als Terms bezeichnet werden) zu erreichen. Die dafür benötigten Tools werden zum Teil kostenlos im Internet angeboten. Zusätzlich werden noch andere Wörter vorgeschlagen, die bezüglich der eigenen Thematik relevant sein können.

Beurteilungen auf Websiten

Natürlich wird der Einsatz von WDF*IDF kontrovers diskutiert. Während einige Benutzer (und vielleicht auch Verkäufer – es gibt auch Tools, die bezahlt werden müssen) in höchsten Tönen von diesem Instrument schwärmen, hält sich die Begeisterung anderer in Grenzen. Eine durchgeführte Ranking Studie an der Hochschule Darmstadt kam zu differenten Ergebnissen. Ein stark umkämpfter Bereich konnte keine Verbesserungen des Rankings erzielen. Einige Seiten erfuhren eine bessere Platzierung, sanken aber nach einem kürzeren Anfangserfolg wieder zurück auf die ursprünglichen Plätze. Im Übrigen wurde eine Verbesserung der Seiten festgestellt, deren Textmenge erhöht wurde. Tja, was will uns das nun sagen?

Meine eigene Meinung

WDF*IDF kann man machen. Muss man aber nicht. Sicher ist es ein Weg für den ein oder anderen, um mehr aus den eigenen Texten herauszuholen. Ob der Aufwand allerdings im Verhältnis zum tatsächlichen Gewinn steht? Und ob hier wieder einmal der Stein der Weisen gefunden wurde, um Google oder andere Suchmaschinen zu überlisten? Ich gehe eher nicht davon aus. Denn der Versuch, Texte für Suchmaschinen zu optimieren, ging bereits viel zu oft nach hinten los. Gerade die vermeintliche Perfektion scheint mir hier die Falle zu sein. Es würde mich nicht wundern, wenn gerade dieses Raster, diese Norm, dieser Algorithmus dazu führt, Texte als SEO-optimiert von den „echten“ Texten unterscheiden zu können.