Das Geld kann ich mir sparen (Teil 2)

Der richtige Plan spart Geld und Zeit
Der richtige Plan spart Geld und Zeit

Eine weitere Idee der Sparfüchse ist, sehr viel selbst zu machen und immer nur ein winziges Budget für Fachleute zu investieren.

Der „Projektmanager“ startet also Anfragen, setzt Links, schreibt Kommentare und kümmert sich nach Lust und Laune um sein Projekt. Hat er 100,– € übrig, beauftragt er einen Programmierer mit einem Detail für seine Homepage. Er lässt das Projekt liegen und hat eine neue, revolutionäre Idee. Dazu benötigt er ganz tolle Bilder, die er einbauen möchte. Nun hört er von einem Kollegen, dass sich viel Geld mit Partnerprogrammen verdienen lässt. Sofort macht er sich auf eigene Faust im Internet kundig und meldet seine Seite für zweifelhafte Partnerprogramme an.

Die „Rechte“ weiß eigentlich nie, was die „Linke“ tut. Weil der Sparfuchs keinen Plan und kein Konzept hat, wissen die von ihm beauftragten Dienstleister auch nicht so recht, wie sie die Ideen des Home-Page-Betreibers umsetzten sollen. Da keine Kommunikation zwischen den einzelnen Fachgebieten stattfindet, tut jeder nur, was er für sinnvoll hält.

Leider ist hier absolut kein Geld gespart, denn viele Maßnahmen greifen ins Leere! Stellt man sich ein Internet-Projekt wie einen Hausbau vor, leuchtet sofort ein, wo die Probleme liegen. Ohne Architekten oder Bauleiter wird es schwierig bis unmöglich ein solches Projekt fertig zu stellen. Es bringt wenig, wenn die Maler vor den Bodenlegern starten. Und die hochwertigste Bad-Keramik nützt nichts, wenn die Räumlichkeiten anschließend zu klein sind. Also: Am besten jemanden fragen, der sich damit auskennt.

Lesen Sie weiter im letzen Teil der Serie: Häufige Fehler im Onlinemarketing

Das Geld kann ich mir sparen …

geschaeftsidee
Besser selber machen?

Einige potenzielle „Selfmade-Millionäre“ starteten mit kleinem bis sehr kleinem Budget. Was liegt also näher, als alles selbst zu machen?

Wer begabt ist oder fachlich vorbelastet, soll gerne versuchen, sein Webdesign nebst Online-Marketing selbst zu machen. Nichts spricht dagegen. Vielleicht sollte man aber noch bedenken, dass Onlinemarketer und Webdesigner, die wirkliche Könner sind, nicht gerade am Hungertuch nagen. Der Grund: Deren Kenntnisse und Know How werden von Laien ganz schnell unterschätzt! Und: Was gestern noch Begeisterungsstürme hervorrief, entlockt heute nur noch in müdes Gähnen. Es gibt wenig Bereiche, in denen sich Wandel und technischer Fortschritt schneller vollziehen als im Internet.

Die Realität sieht leider oft so aus, wie sie mir ein Kunde vor Kurzem geschildert hat:

Zuerst hatte er sich an einen günstigen Hoster gewandt. Mit dem Ergebnis, dass sein Shop nach kurzer Zeit 14 Tage offline war und der Hoster den Grund nicht finden konnte. Erst unter Zuhilfenahme eines Anwalt wurde der Schaden behoben und er wandte sich an einen anderen Anbieter.

Schließlich war er auf der Suche nach einem Programmierer. Leider konnte er auf Anhieb keine geeignete Person finden und wartete monatelang auf die Fertigstellung seiner Seite. Nahezu genauso lang dauerte seine Suche nach einem geeigneten Fotografen für die perfekten Produktfotos. Schließlich kaufte er sich eine Shop-Software, die er selbst aus zeitlichen Gründen nicht nutzen und bearbeiten konnte.

Er „spart“ sich auch das Online-Marketing, weil er es sich nicht leisten will. Somit ist es seit 2 Jahren beschäftigt, einen Shop auf die Beine zu stellen und ist in den Suchergebnissen unter „Ferner liefen …“ gelistet. Zwischenzeitlich zahlt er aber alle Rechnungen seiner Helfer und die des Anwaltes, ohne mit seinem Shop zu verkaufen. Verrückte Sparpolitik!

Lesen Sie mehr dazu unter: Das Geld spare ich mir (Teil 2)