Soziale Medien verstehen

www.pixabay.com
www.pixabay.com

Soziale Medien sind nicht nur Rankingfaktor

 

Man kann es drehen und wenden wie man möchte: Content ist und bleibt King! Alles andere wäre auch barer Unsinn. Während sich die einen noch Gedanken machen, ob man das Ranking am besten mit H2-Überschriften oder mit exotischen Keywords verbessern kann, bieten andere ihren Kunden einfach Mehrwert, identifizieren sich mit ihrem Thema und veröffentlichen tollen Content, nach dem die Interessenten auch wirklich suchen. Und ziehen an den Tüftlern und Bastlern in aller Ruhe vorbei …

Aber Facebook, Twitter und Co. sind mittlerweile ebenfalls wichtige Rankingfaktoren geworden, ob es offiziell von Google zugegeben wird oder nicht. Social Signals machen den Unterschied. Ohne ins Detail gehen zu wollen, liegen die Zusammenhänge auf der Hand. Eine Website, die immer wieder von vielen unterschiedlichen Menschen und auf vielen Plattformen Erwähnung findet, muss wichtige Informationen bergen. Und letztendlich greifen deshalb Manipulationsmaßnahmen wie gekaufte Follower zu kurz. Eine Homepage, auf der es „nichts zu holen“ gibt, kann nur durch ständige Eingriffe und finanzielle Aufwendungen am Leben gehalten werden. Wozu?

Soziale Medien sind ein Rankingfaktor, aber nur einer von vielen. Sie haben noch viel mehr zu bieten und können im Wettbewerb das Zünglein an der Waage ausmachen.

Demokratisierung durch soziale Medien

 

Ein wichtiger Prozess, der durch die sozialen Medien entsteht, ist die Demokratisierung. Unternehmen, die dies verstanden haben, verstecken sich nicht mehr hinter dem Bollwerk ihrer Firmen-Seite und regieren von oben herab. Sie begeben sich auf Augenhöhe mit ihren Kunden und treten (wenn sie clever sind) in den Dialog mit ihren Kunden. So sind z. B. Facebook-Seiten, auf denen Firmen nur ihre neuesten Angebote posten, nichts anderes als eine weitere Werbefläche.

Langweilig für den Betrachter und deshalb einfach uninteressant.

Leben findet in den sozialen Medien statt

 

Das wirkliche Leben findet erst dann auf der eigenen Social-Media-Präsenz statt, wenn Anfragen nicht an der Wand des Schweigens zerschellen. Wenn eine Firma Gesicht zeigt, vielleicht ihren Humor teilt, etwas Unverfängliches, aber Interessantes aus den internen Abläufen postet und versucht, Anregungen und Beschwerden ernst zu nehmen. Der Dialog, der bei vielen Unternehmen, z. B. Online-Shops, nicht mehr an der Ladentheke stattfindet, kann in den sozialen Medien wieder aufgenommen werden. Was immer sich im Unternehmen-Kunden-Verhältnis geändert haben mag, eines ist gleich geblieben: Kunden möchten nicht als Geldgeber oder Aktivposten wahrgenommen werden.

Soziale Medien sind schneller und reichen weiter

 

Der Vorteil (manche mögen auch einen Nachteil darin sehen) der sozialen Medien ist die Öffentlichkeit. Während früher ein einsamer Verbraucher einem Konzern gegenüber stand und darauf angewiesen war, wann und ob überhaupt eine Rückmeldung kam, haben sich die Kräfteverhältnisse verschoben. Posts bei Facebook und Co. erreichen heute eine breite Öffentlichkeit. Jeder kann – u. U. sogar weltweit – sehen, ob, wann und wie ein Unternehmen reagiert. Und diese Erfahrung, sei sie gut oder schlecht, mit seinem Freundeskreis teilen. Ein Shitstorm kann sehr schnell über eine Firma hereinbrechen. (Wie man ihn aber auch handeln kann, sieht man hier).

Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein: Noch immer vertrauen Kunden am meisten auf persönliche Empfehlungen. In der digitalen Zeit können dies persönliche Empfehlungen von Unbekannten sein.

Fazit:

 

Viele Firmen sehen die Sozialen Medien noch als notwendiges Übel an und haben ihr Potential nicht umfänglich erfasst. Sie sind der Spielzeugphase entwachsen und haben sich zu mächtigen Werkzeugen gemausert. Wie auch immer die eigene Einstellung dazu sein mag: Die sozialen Medien sind die Zukunft und das Rad lässt sich nicht zurückdrehen.

Kommentar verfassen