Reviews generieren vs. Bewertungen kaufen

Bewertungen bei Amazon, Ebay, Google und Co. sollten eigentlich eine Hilfestellung sein

Reviews und Rezensionen von Kunden sind grundsätzlich dazu gedacht, der Anonymität im Internet Rechnung zu tragen und Kauf- oder Nutzererfahrungen mit anderen Menschen zu teilen. So die Theorie.

Aber der Mensch wäre der nicht der Mensch, wenn er nicht sofort bei allem ein Hintertürchen finden würde. Natürlich lassen sich Bewertungen auch wunderbar dazu nutzen, den Verkauf anzukurbeln und – wie bei Hase und Igel – haben Plattformen und Portale gut damit zu tun, immer neue Algorithmen zu entwickeln, um dem Missbrauch ein Schnippchen zu schlagen.

Abgesehen davon profitieren die Großunternehmen natürlich auch von vielen Online-Bewertungen: Der Content der User geht bei den vielen Reiseportalen und Online-Marktplätzen auf das Konto des Portalbetreibers und bringt etliche Vorteile mit sich. Noch mehr Daten und Informationen der Käufer können gezogen werden und Amazon & Co. ranken damit immer besser. Besseres Ranking – mehr (Markt-)Macht!

So weit, so schlecht. Wer Bewertungen kauft, verstößt nicht nur gegen die Regularien von Google, Holidaycheck, Tripadvisor und Konsorten. Er kann sich zusätzlich Probleme mit dem Gesetz einhandeln – gerne auch von neidischen Kollegen initiiert, die den Verkäufen der Konkurrenz so gar nicht trauen.

Kurzum: Der beste, sicherste und sauberste Weg ist, sich um die Bewertungen der eigenen Kunden zu kümmern. 

Einige Firmen machen sich die Mühe, die Ergebnisse sind allerdings eher traurig. Unterschiedliche Berichterstattungen – unterschiedliche Resümees: Über 2 % gehen jedoch die wenigsten Firmen hinaus, die sich nicht selbst in den Himmel loben möchten.

Relativ lahm sind allerdings die Ideen, die uns bisher begegnet sind: Email verschicken oder Flyer beilegen. 

Mit Emails werden wir sowieso tagtäglich überflutet. Manche findigen Händler spammen uns zu mit Folgeangeboten und Newslettern, bei denen wir oft nicht einmal nachvollziehen können, wann und wo im Bestellprozess wir angeblich einem Newsletter-Abo zugestimmt haben. Also: Der Artikel ist bezahlt und angekommen – was wollen die jetzt noch von mir? Ist vermutlich Spam und deshalb: Weg damit!

Flyer als Versandbeigabe sind ebenso originell: Bei Dropshipping und ausgelagertem Versand befinden sich in vielen Paketen etliche Beilagen. Gutscheinhefte, Flyer, Fremdprospekte, manches Mal auch Uraltzeitungen und Werbematerial von Discountern als Füllstoff. Den ganzen Haufen gepackt und ab damit zum Altpapier!

Es wäre also durchaus an der Zeit, sich ein paar neue Ideen einfallen zu lassen

 

  • Nehmen Sie sich doch zum Beispiel Ihre Kundendatei vor und wenden Sie sich an die Käufer eines bestimmten Produktes. Vermutlich können Sie zuordnen, wer bereits eine Bewertung abgegeben hat. Ist dies nicht der Fall,  können Sie alle Ihre Kunden des Artikels A bitten, eine Bewertung abzugeben.

Aber geben Sie sich ein wenig mehr Mühe, als irgend welche Massen-Emails zu verschicken. Schicken Sie nach dem Kauf einen guten alten Brief, denn dieser wird weniger schnell ignoriert, als eine weitere Email.  Falls Sie alles richtig machen möchten, versenden Sie keinen Gutschein, denn dies wäre schon wieder eine illegale Aktion. Mit ein paar freundlichen, gut formulierten Zeilen können Sie den Kunden allerdings bitten, seine Erfahrungen zu teilen und dadurch der community (oder auch Ihnen) zu helfen. Treten Sie mit Ihren Geschäftspartnern in einen Dialog und geben sie ihnen das Gefühl, dass Sie tatsächlich an deren Meinung interessiert sind. Im Idealfall sind Sie das natürlich auch.

Falls Sie sich auf einen Artikel beschränken und die Käuferzahl nicht zu klein ist, können Sie bereits nach dem ersten Versuch tracken, ob dieses Vorgehen von Erfolg gekrönt ist. Vielleicht lohnt es sich tatsächlich, diese Idee weiter auszubauen?

  • Investieren in ein hübsches und originelles Werbegeschenk. Billige Kugelschreiber sind hier nicht gemeint …  Sie müssen keine großen Beträge ausgeben, aber irgend etwas finden, das der Kunde tatsächlich überrascht zur Hand nimmt. Auch hier sollten Sie sich mit einem Gimmick im eigentlichen Versandkarton nicht zufrieden geben. Machen Sie sich die Mühe und senden Sie eine kleine Überraschung mit der Aufschrift „Würden Sie unsere Leistungen in unserem Online-Shop/bei Ebay/bei Google/bei Amazon bewerten? Wir bedanken uns recht herzlich dafür.“

Hier haben Sie dem Kunden keine Gegenleistung für eine Rezension angeboten, denn es bleibt ihm völlig freigestellt, ob er eine Bewertung abgeben wird. Im Übrigen ist dies auch keine Bestechung, denn Sie versenden das Gimmick ja bereits vorher und im besten Fall an alle Käufer des Artikels A.

Sollten Sie wenig Zeit oder keine Kapazitäten haben, diesen Weg zu beschreiten, können Sie sich gerne an uns wenden. Zusammen können wir  herausfinden, welche Methoden bei Ihrer Zielgruppe bzw. Ihrem Kundenkreis zum größtmöglichen Erfolg führen.

 

 

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