Produkttester? Nein, danke …

Mehr als nur Bewertungen kaufen!

Produkttester? Nein, danke …

Über die Relevanz von Kundenbewertungen für Kaufentscheidungen, die Arztwahl oder die nächste Hotelbuchung müssen wir uns nicht mehr unterhalten. Gerne gibt der Käufer, Ratsuchende oder Interessent sein Gehirn und die Verantwortung ab und schließt sich der Masse an. Wie wir beobachten können, mit steigender Tendenz. Leider scheint der Zenit der intellektuellen Evolution bereits überschritten und dass uns jetzt auch Professor Hawking verlassen hat, macht die Sache auch nicht gerade besser …

Sei’s drum: Jeder bekommt, was er verdient und wenn es sich nur um Bewertungen und Rezensionen handelt.

Die Bekannten, Mitarbeiter, Kollegen, Verwandten und Nachbarn sind bereits alle abgegrast und die Kunden wollen auch nicht so, wie wir es gerne hätten – sie geben einfach nicht genügend Bewertungen und Reviews ab. Warum sollten sie auch?

Falls Sie nun zu den aufstrebenden Unternehmern gehören, haben Sie möglicherweise entschieden, das Bewertungsmanagement in die eigenen Hände zu nehmen oder Sie betrauen einen verschwiegenen Mitarbeiter mit dieser Aufgabe (Achtung, verscherzen Sie es sich lieber nicht mit dieser momentanen Vertrauensperson!).

Produkte haben Sie hoffentlich zur Genüge vorrätig – woher nehmen Sie jetzt aber die Testpersonen?

Falls Sie ein hoffnungsloser Optimist sind, suchen Sie jetzt erst einmal bei Facebook & Co. Am besten gleich mit Ihrem Firmennamen und Ihrer Firmen-Email-Adresse. Sie tun damit Ihren Mitbewerbern einen großen Gefallen. Diese müssen sich nicht viel Mühe machen, um zu identifizieren, wer hier in einer rechtlichen Grauzone postet. Aber wir müssen ja nicht den Teufel an die Wand malen. Vielleicht hat ihre Konkurrenz ja noch nie etwas von Facebook gehört …

Wer sich allerdings sofort auf Sie stürzen wird, sind semi-professionelle und professionelle Produkttester. Viel Spaß dabei …

Als Agentur, die sich seit Jahren mit Produkttests, Testkäufen, Mystery-Shopping und anderen Maßnahmen befasst, die werbewirksam für Unternehmen sind, können wir ein Lied von den sogenannten „Produkttestern“ singen.

Ja, auch wir suchen nach Produkttestern. Aber nicht, weil wir den halb-beruflichen Testkäufer haben möchten, sondern weil dies eine gängige Bezeichnung ist. Wenn wir nach: „internetaffinen Konsumenten mit Lebenserfahrung und Interesse, immer wieder neue Produkte kennen zu lernen“ suchen würden, würde uns wohl niemand finden.

Produkttester, die sich bei uns melden, outen sich meist nicht als solche. Oder sie geben uns gleich von Anfang an zu verstehen, dass sie „schon wissen, wie der Laden läuft“. Wer sich bei uns meldet, erhält stufenweise 2 Seiten mit Erklärungen, um deren Einhaltung wir nicht ohne Grund bitten. (Nein, tut uns leid, wir geben keinerlei Anweisungen zur „Sternenzahl“ oder dem Inhalt der Rezensionen.) Wir benötigen keine Selbstdarsteller, verwöhnte „Top-Irgendwas-Rezensenten“ oder Personen, die ohne Rücksicht auf Verluste und jeden Anstand kostenlose Waren abgreifen. Otto-Normal-Produkttester bestätigt uns explizit, unsere Vorgehensweise verstanden zu haben, um dann doch zu machen, was er für richtig hält.

Total egal, kost‘ ja nix! Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!

Den Urteilen dieser Testkäufer sieht man leider an, dass sie weder teamfähig sind, noch ein Interesse am Testen und Ausprobieren der Waren oder Dienstleistungen haben. Hier geht es nur um Raffen und Abzocken. Gerne werden:

  • alle Bitten ignoriert, sich doch auf den Test der Ware zu konzentrieren
  • Artikel zurückgeschickt, um den letzten Euro aus der Testaufgabe herauszupressen
  • Testergebnisse dazu genutzt, um sich gegenüber anderen Firmen als Produkttester zu positionieren
  • Waren als nicht wertvoll genug abgewertet
  • Bezahlungen eingefordert
  • andere Testpersonen diffamiert
  • Auftraggeber in Facebook-Gruppen namentlich genannt
  • Accountlöschungen nicht kommuniziert, zumindest einmal gibt es noch etwas zu holen
  • „Bewertungssterne“ aus strategischen Gründen vergeben
  • usw., usw., usw.

Wir distanzieren uns somit von Produkttestern, die schon wissen „wie der Hase läuft“ und möchten nur mit Menschen zu tun haben, die – wie wir – eine Kinderstube genossen haben.

 

 

 

 

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