Immobilienmakler bewerten

Wir sind gerade selbst auf der Suche nach einem geeigneten Objekt. Daher lehne ich mich vermutlich einmal wieder weit aus dem Fenster – aber leider kann ich nicht anders. Irgend „etwas“ einzuziehen und mit gesenktem Kopf davon zu schleichen, ist einfach nicht mein Ding. Man möge mir also verzeihen, wenn es diesem Beitrag ein wenig an Objektivität mangelt. Aber wozu hat man denn seine eigene Homepage?

Ein Wort zur Güte: Natürlich gibt es auch großartige Menschen in diesem Berufsstand. Ehrlich, freundlich, zuverlässig, mitfühlend, fair, hilfsbereit, korrekt … Soll es zumindest geben, sagte man mir …

Obwohl in der Wortwahl etwas eingeschränkt (mir stellen sich die Haare auf, wenn ich das Wort „lichtdurchflutet“ oder „wunderschön“ nur lese!!!), sind sie doch in der Schöpfung fantasiereicher Exposés kaum zu schlagen …

Selbst schuld, wenn man darauf herein fällt! Denn wenn wir einmal Wikipedia bemühen, wird schon klar, dass es sich keinesfalls um eine exakte Objektbeschreibung handelt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Expos%C3%A9_(Immobilien)

Aber wozu haben wir denn eigentlich die moderne Waffe, die Speerspitze der Vergeltung: die Online-Bewertung?

Einen wirklich tollen und umfassenden Bericht darüber findet man bei der WELT. Leider kommt die Tageszeitung zu einem recht ernüchternden Schluss: Sinnlos, sich nach den Bewertungsportalen zu richten.

Die Portale selbst sind auch keine große Hilfe:

  • Bewertungen können auch von Mitarbeitern, Bekannten und Verwandten geschrieben worden sein
  • Einige Portale finanzieren sich durch die Gelder ihrer Mitglieder: Immobilienmakler versteht sich … alles klar?
  • Bei Beschwerden seitens des Maklers können unliebsame Bewertungen und/oder Kommentare ganz unkompliziert gelöscht werden
  • Das Beste vom Besten: Es gibt Makler, welche ihre Bewertungen ganz einfach ausblenden lassen (können). Sehr aussagekräftig und vermutlich ein K.O.-Kriterium, welches der Immobilienmakler tatsächlich verdient hat.
  • Etwas schwieriger wird es dann bereits bei den Google-Rezensionen. Wer sich weit hinauswagt und sein eigenes Google-Profil angelegt hat, kann nicht so einfach pfuschen. Zumindest nicht bei unliebsamen Kommentaren. Hier muss man auch einmal ein Lob an Google aussprechen: Einfach eine Mail schicken und die Entfernung einer negativen Bewertung verlangen, ist nicht!

Persönlich empfinde ich es Trauerspiel, dass mit der Wohnungsnot, die durchaus politisch gewollt ist, blühende Geschäfte gemacht werden. Offensichtlich illegal, am Rande der Legalität und unter Ausnutzung aller Tricks, die geradeso noch durchgehen.

Von der menschlichen Komponente ganz zu schweigen. Auch wenn es uns nicht betrifft: Es gibt Personen, die unverschuldet in Wohnungnot geraten sind (z. B. Eigenbedarfskündigung, Krankheit, Arbeitslosigkeit). Hier noch nachzutreten und diese Menschen am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen, finde ich einfach nur abartig!

 

 

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