Mein 1. Projekt im Web hatte ich absolut unbedarft gestartet. Ich war jung und brauchte das Geld. 😉

Na ja, ich war eigentlich nicht mehr ganz so jung, aber das Geld konnte ich natürlich brauchen. Ich hatte bereits Berufserfahrung in unternehmerisch hilfreichen Bereichen, aber auch wenig bis keine Lust mehr, die smarteste Person im Raum zu sein.


If you are the smartest person in the room, you’re in the wrong room.

Michael Dell

Der beste Webmaster ever hatte mir eine Website gebastelt und mich meinem Schicksal überlassen. Nein, nicht ganz. Er stand mir immer mit Rat und Tat zur Seite und unterstützte mich in der Preisfindung.

Typischer Anfängerfehler:
Für einen Angestellten hört sich ein Stundenlohn von 50 € wirklich nice an – für einen Selbständigen ist der selbe Stundensatz weniger prickelnd.

Von SEO, SEA oder sogar SEM hatte ich noch nichts gehört und daher kam ich auch nicht auf die Idee, mich dahingehend einzuarbeiten.

Und das war gut so!!!

Content war meine Stärke und so postete ich unbedarft vor mich hin. Was soll ich sagen: Mein Projekt ging durch die Decke!

Wie der Mensch aber nun mal so ist, ist viel gut und mehr somit auch besser. Könnte man denken …

So wurde ich von der Person, die nicht einmal wusste, das Internetseiten ein Backend haben zu einer Person, die es genau wissen wollte.

Und da waren natürlich Fragen über Fragen:

  • Was bedeutet eigentlich do follow oder no follow?
  • Warum ändert sich ein Ranking?
  • Was ist Alexa?
  • Wie viele Zeichen muss ein Beitrag haben?
  • Ist mit einem Backlink von Wikipedia alles in trockenen Tüchern?
  • Wie verhält es sich mit Bildrechten?
  • Sind Artikelverzeichnis der letzte Heuler?
  • Wie viele Links muss eine Seite haben?
  • Wie dröselt man eine URL auf?
  • de oder doch lieber eine com-Domain?
  • Was könnte zu einer Abmahnung durch einen „Abmahnanwalt“ führen?
  • Brauche ich unbedingt einen Newsletter?
  • Sollte ich mich noch ins Affiliate-Marketing einarbeiten?
  • Welche Farbe und Größe sollten Buttons haben, um den besten Verkaufserfolg zu erzielen?
  • Macht eine Subdomain Sinn?
  • Welcher Hoster wird sicher überleben?
  • Wie viel Google Ads kann und sollte man sich leisten?
  • usw., usf.

Irgendwann konnte ich über die Aussage


Arbeiten Sie nicht für die Suchmaschinen, arbeiten Sie für den User!

Google

nur noch lachen.

Nein, niemand arbeitet für die Suchmaschinen! Wir arbeiten alle für die User und deshalb machen wir uns auch Gedanken über

  • die besten Keywords
  • die vernünftigste Keyworddichte
  • die Folgerichtigkeit der Überschriften
  • unsere Metabeschreibungen
  • die Ergebnisse in der Search Console
  • unsere Statistiken in Google Analytics
  • die Reihenfolge unserer Call-to-Action-Buttons
  • die Ladezeit unserer Seiten
  • und, und, und …

Selbstverständlich alles nur, um dem User die beste Performance ever bieten zu können … 😉

Ich hab’s satt

Ich bin nicht mehr der Knecht von Google. Na gut, ich geb’s ja zu: So ganz ohne Google geht es vermutlich nicht.

Zumindest wäre es ein fetter Vorteil, in den Suchergebnissen gefunden zu werden. Aber aktiv werde ich nichts mehr dazu tun.

Ein wenig beruhigt es mich natürlich schon, dass mir der beste Webmaster gezwitschert hat, dass es auch Ranking gibt, ohne dauernd nach Google zu schielen …

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