Ebay-Bewertungen kaufen – geht das überhaupt?



Zu behaupten, bei Ebay-Bewertungen ginge es um Leben oder Tod, wäre etwas weit hergeholt. Aber das Ebay-Bewertungen über Sein oder Nichtsein entscheiden können, hat so mancher Händler bereits schmerzhaft erfahren müssen.

Schlechte Bewertungen beim Branchenriesen können nicht nur den Ruf eines Unternehmens schädigen und Käufer davon abhalten, bei dieser Firma einzukaufen. Besonders für Verkäufer, die ihr ganzes Sortiment und all ihre Verkaufsstrategien auf das Auktionshaus ausgerichtet haben, kann eine schlechte Reputation zum wirtschaftlichen Aus führen und komplette Existenzen vernichten. Wer weiter denkt, wird sich davor hüten, Ebay als alleiniges Medium zu nutzen, um die eigene Ware an die Frau/den Mann zu bringen. Das Gleiche gilt natürlich auch für Amazon und andere Plattformen, von denen eine gewisse Abhängigkeit besteht.

Ebay selbst straft Händler empfindlich ab, die ihre Quote nicht erfüllen oder zu viele „Rote“ kassieren. Was liegt also näher, sich zumindest einmal mit dem Gedanken zu tragen, eigeninitiativ für einen guten Ruf zu sorgen? Verkäufe auf diesen Portalen funktionieren heute leider kaum mehr, wenn der potenzielle Kunde nicht sehen kann, dass andere bereits mit dem Verkäufer oder Produkt zufrieden waren. Man kann darüber lamentieren oder versuchen, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Ändern wird man am Kundenverhalten nichts mehr.

Und geht es uns allen nicht mittlerweile genauso? Die meisten von uns shoppen im Schnellverfahren und welche Kriterien haben wir sonst, wenn sich der Shop nahezu am anderen Ende der Welt befindet?

Natürlich sind auch Ebay-Bewertungen käuflich oder werden missbraucht. Dabei geht es nicht einmal um die bekannte Masche, sich mit vielen Billig-Artikeln schnell ein ansehnliches „Bewertungs-Polster“ aufzubauen, mit dem ergaunerten Vertrauen teure Artikel zu verschleudern, niemals auszuliefern und sich mit den Einnahmen in die Karibik abzusetzen!

Auch in den eigenen Reihen ist man nicht sicher. Ein fieser Trick wird von manchen Mitbewerbern gebraucht wird: Ware bestellen, schlechte Bewertungen abgeben und sich ins Fäustchen lachen …

Nichts ist einfacher, als im Verwandten- und Bekanntenkreis (möglichst aber nicht mit gleicher Adresse) die Werbetrommel zu rühren, zu verkaufen und positive Bewertung einzuheimsen. Ob jemals bezahlt und/oder geliefert wurde, spielt keine Rolle, wenn der Verkaufsprozess ordentlich durchlaufen wurde.

Allerdings sind auch Bewertungen durch Freunde, Verwandte und Bekannte nicht unendlich zu beziehen. Sei es, weil der Verkäufer eine gewisse Scheu hat, diese nicht ganz legale Methode anzuwenden oder weil es einfach peinlich ist, in der Familie immer wieder um Bewertungen zu betteln. Falls es sich um ein „richtiges“ Business handelt, ist dieses Vorgehen nicht effektiv genug ist.

Übrigens gibt es auch Ebay genügend selbsternannte „Hausmeister“, die nichts anderes zu tun haben, als Auffälligkeiten in Bewertungsprofilen aufzuspüren und zu melden.

Ob man nun Bewertungen kaufen möchte oder nicht ist eine Frage der inneren Einstellung. Und natürlich eine Frage des „Wie“. Man kann den Kunden arglistig täuschen und betrügen oder andere Wege finden, für echte Kundenbewertungen zu sorgen. Selbst bei sogenannten gekauften Bewertungen gibt es große Unterschiede in der Herangehensweise. Fragen Sie uns einfach an, falls Sie vor dieser Entscheidung stehen.