Bordell bewerten? Gibt’s das?

Trauen sich Menschen, auch Bordells oder Freudenhäuser zu bewerten? Wir haben im Dienste der Wissenschaft wieder einmal recherchiert und sind dabei auf lustige Ergebnisse gestoßen …

Vor der Entscheidung, einen Artikel zu schreiben, stand natürlich wieder einmal die Frage: „Was wird Google davon halten?“ Denn Seiten über das horizontale Gewerbe haben es schwer im Netz. Was eindeutig zweideutig ist, wird nicht gerne gesehen und im wahrsten Sinne des Wortes in die Schmuddelecke verbannt. Gut, wir machen das jetzt und werden sehen, ob und was passiert. Schließlich gibt es so etwas wie Meinungsfreiheit in unserem Lande und irgendwie auch eine Art „journalistischer“ Freiheit.

Ehrlich gesagt, haben wir mit ganz anderen Kommentaren gerechnet und sind dabei auf witzige Beiträge gestoßen:

Google Bewertungen

★★★★★ vor einem Monat

Essen war Saulecker, der Kuchen der Hammer meine 12 Jährige Enkel hat sich gefreut, nächsten Kindergeburts feiern wir dort wieder!

★★★★★ vor 5 Monaten

Wegen den hohen Mietpreisen in München habe ich diese Unterkunft entdeckt! Sehr gemütliche Betten und offene Mitbewohnerinen! Sehr empfehlenswert für Jung und Alt

★★★★★ vor 7 Monaten

Ist schon ganz cool.

Es gibt sehr viele offene Frauen. Die meisten sind Austauschstudentinnen, sprechen aber sehr gut deutsch und da fühle ich mich sehr wohl. Das Wohnheim über der Studentenbar ist sehr sauber und modern. Immer wenn ich es geschafft habe eine Frau xxxxxxxxx wollte sie nach einer Stunde Geld von mir haben. Daher muss ich einen Stern abziehen. Alles in allem ist das ein sehr interessantes Studentenwohnheim mit angeschlossener Bar.

Okay, gehen wir einmal davon aus, dass es sich hier um sogenannte Fakebewertungen handelt. Aber ganz ehrlich? Wen juckt das? Ob es auch hier wieder einen großen Aufschrei gibt, dass hier übelst betrogen wurden, der Kunde in die Irre geführt werden soll und der Schrei nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb laut wird?

Vermutlich wird sich auch keiner beschweren, wenn er das Etablissement  auf Grund der Bewertungen aufgesucht hat und dort nicht zufrieden war.

Die Idee zu diesem Artikel war eigentlich eine ganz andere. Aber: Wenn wir dann doch alle wissen, ahnen und vermuten,  dass so und so viel Prozent der Bewertungen gefälscht sind, sollten wir dann vielleicht gar nicht mit einem solchen Bierernst an die Sache herangehen?

Nehmen wir nicht auch Werbung oft mit einem Schmunzeln zur Kenntnis? Der Coca-Cola-light-Mann mit nacktem Oberkörper und dem äußerst ansprechenden Körperbau ist bei uns leider noch nicht zum Fensterputzen vorbeigekommen. Aber erwarten wir das wirklich?

Übrigens: Wer sich gerne als Tester zur Verfügung stellen möchte, kann sich gerne an uns wenden. Denn schließlich generieren wir nur echte Bewertungen!

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